The Dragon Reborn—the leader long prophesied who will save the world, but in the saving …
5 Sterne
Mit Band 3 hat sich Robert Jordan noch einmal gesteigert, und dieser Band hat nun wirklich 5 Sterne verdient.
Rand al'Thor nervt und zerfliest zwar weiterhin in Selbstmitleid, aber glücklicherweise kommt er die meiste Zeit über in der Handlung gar nicht vor. Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf die wesentlich interessanteren Charaktere Mat, Perrin, Nynaeve, Egwene und Elayne.
Die bekannte Wissenschaftsjournalistin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim untersucht mit analytischem Scharfsinn …
5 Sterne
Eines der besten Sachbücher, die ich je gelesen habe. Als regelmäßiger Konsument der Fernsehsendung Maithink X hatte ich anfangs Bedenken, dass das Buch sehr viel von dem wiederholen könnte, was ich bereits aus den Fernsehsendungen kenne. Doch diese Bedenken haben sich nicht bewahrheitet. Obwohl sich die Themen im Buch in der Tat mit dem Inhalt einiger Sendungen überschneiden, enthält das Buch in der Tat überwiegend Inhalte, die mir aus dem Fernsehen zumindest nicht mehr in Erinnerung sind.
Die 9 ausgewählten Themen, die die Autorin in gewohnter Weise ausführlich von allen Seiten beleuchtet, dienen vor allem als Aufhänger dafür, dem Leser eine Menge über wissenschaftliche Methoden und über kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Studien beizubringen, und wie man solche Studien (ebenso wie das, was Medien über die Studien berichten) vernünftig interpretiert.
Dabei bleibt das Buch fast immer auch für Laien gut verständlich. (Beim Thema über Genetik und Vererbung muss man schon ein …
Eines der besten Sachbücher, die ich je gelesen habe. Als regelmäßiger Konsument der Fernsehsendung Maithink X hatte ich anfangs Bedenken, dass das Buch sehr viel von dem wiederholen könnte, was ich bereits aus den Fernsehsendungen kenne. Doch diese Bedenken haben sich nicht bewahrheitet. Obwohl sich die Themen im Buch in der Tat mit dem Inhalt einiger Sendungen überschneiden, enthält das Buch in der Tat überwiegend Inhalte, die mir aus dem Fernsehen zumindest nicht mehr in Erinnerung sind.
Die 9 ausgewählten Themen, die die Autorin in gewohnter Weise ausführlich von allen Seiten beleuchtet, dienen vor allem als Aufhänger dafür, dem Leser eine Menge über wissenschaftliche Methoden und über kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Studien beizubringen, und wie man solche Studien (ebenso wie das, was Medien über die Studien berichten) vernünftig interpretiert.
Dabei bleibt das Buch fast immer auch für Laien gut verständlich. (Beim Thema über Genetik und Vererbung muss man schon ein wenig sorgfältiger bei der Sache bleiben.)
Im zweiten Band der Reihe stellt Robert Jordan nun unter Beweis, dass er durchaus auch über eigene Ideen verfügt, und dass er mit dem Rad der Zeit nicht nur eine Neufassung des Herrn der Ringe entworfen hat. Die Handlung wird komplexer, die beteiligten Parteien und ihre unterschiedlichen Motive zahlreicher. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass sich die Handlung auf den letzten 50 Seiten genauso wie bei Band 1 ziemlich hektisch überschlägt, und der Hauptheld der Geschichte, der sich bis kurz vor Schluss immer mehr zum Waschlappen entwickelt hat, dann auf einmal urplötzlich zum Superkämpfer mutiert. Leider verhindern diese letzten 50 Seiten, dass ich dem Buch 5 Sterne zugestehen kann. Bin aber schon sehr gespannt auf Teil 3. Wenn sich dieser gegenüber seinem Vorgängerband ebenso steigert wie selbiger gegenüber Band 1, dann reicht es vielleicht bei Band 3 für 5 Sterne.
"Bares für Gares" - Bestseller-Autor Markus Heitz entfacht mit dieser Persiflage auf alle Koch- und …
4 Sterne
Ein wirklich amüsanter kurzer Roman -- mal nicht aus dem sonst für Heitz typischen Fantasy-Genre. Sehr kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch.
Der eigentliche, in Episoden erzählte Roman umfasst 200 Seiten. Danach folgt auf etwas über 100 Seiten eine Art Drehbuch, das die Geschichte noch einmal in Musicalform verarbeitet. Auf den ersten Blick eine witzige Idee, aber ich konnte mich dann am Ende doch nicht dazu durchringen, diesen Teil bis zum Ende zu lesen. -- Aber egal, auch die ersten 200 Seiten machen das Buch zu einer lohnenswerten Anschaffung.
Ein phantastischer Auftakt für diese Fantasy-Reihe. Auch der deutsche Titel (der, wie so oft, wenig mit dem Originaltitel "the painted man" zu tun hat) ist nicht unpassend, da die Reihe tatsächlich gleich von Anfang an sehr düster beginnt: Die Menschheit scheint kurz vor der totalen Ausrottung durch ein unendliches Heer an unbesiegbarer Dämonen zu stehen.
Nicht mehr ganz so orginell besaß die Menscheit zwar offenbar schon einmal das Wissen, wie man die Dämonen effektiv bekämpfen kann, aber dieses Wissen ging dann irgendwie über die Jahrhunderte verloren, als sich die Dämonen für einige Zeit nicht mehr blicken liesen, um dann überraschend erneut zuzuschlagen. Auch wenn einem diese Entwicklung aus manch anderen Geschichten nicht ganz unbekannt vorkommt, kann man es dem Autor schnell verzeihen, denn die drei Hauptcharaktere werden ebenso überzeugend eingeführt wie die Gesellschaftsstrukturen, die sich in diesem apokalyptischen Szenario entwickelt haben.
Abgesehen von der Geschichte "Ausatmung", mit der ich gar nichts anfangen konnte, alles sehr interessante Kurzgeschichten. Manche sind einfach nur unterhaltsam, andere sehr philosophisch und anregend.
Den ersten Band dieser Mischung aus Roman und Lebenshilferatgeber fand ich ja noch recht kurzweilig zu lesen und den ein oder anderen sinnvollen Denkanstoß hatte er noch enthalten. Mit dieser Fortsetzung kann ich mich allerdings kein bisschen anfreunden.
Einige Ratschläge in dem Buch sind zwar sicher nicht völlig verkehrt, aber oft handelt es sich dabei auch um Banalitäten, die man in jedem drittklassigen Lebenshilferatgeber findet, der in den letzten 50 Jahren veröffentlich wurde, bzw. auf die man mit nur etwas gesundem Menschenverstand auch von ganz alleine kommen kann.
Wie auch schon im ersten Band kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass Streleckys Ratschläge sich in erster Linie an besser betuchte Leser richtet (die vielleicht auch gerne noch ein paar Dollar mehr in Herrn Streleckys Bücher und Lebenshilfe-Seminare investieren). So schlägt er seinen Lesern gleich ganz zu Beginn des Buches vor, einfach immer abwechselnd ein Jahr zu arbeiten und ein …
Den ersten Band dieser Mischung aus Roman und Lebenshilferatgeber fand ich ja noch recht kurzweilig zu lesen und den ein oder anderen sinnvollen Denkanstoß hatte er noch enthalten. Mit dieser Fortsetzung kann ich mich allerdings kein bisschen anfreunden.
Einige Ratschläge in dem Buch sind zwar sicher nicht völlig verkehrt, aber oft handelt es sich dabei auch um Banalitäten, die man in jedem drittklassigen Lebenshilferatgeber findet, der in den letzten 50 Jahren veröffentlich wurde, bzw. auf die man mit nur etwas gesundem Menschenverstand auch von ganz alleine kommen kann.
Wie auch schon im ersten Band kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass Streleckys Ratschläge sich in erster Linie an besser betuchte Leser richtet (die vielleicht auch gerne noch ein paar Dollar mehr in Herrn Streleckys Bücher und Lebenshilfe-Seminare investieren). So schlägt er seinen Lesern gleich ganz zu Beginn des Buches vor, einfach immer abwechselnd ein Jahr zu arbeiten und ein Jahr um die Welt zu reisen. Strelecky verkauft diese Idee so, dass es zu seiner Lebensphilosophie dazugehört, sich keine Sorgen um das nächste Jahr und darum, wie man sein Leben dann finanziert bekommt, zu machen -- ein netter Vorschlag, wenn man finanziell bereits ausgesorgt hat. Aber für die größten Teile der Weltbevölkerung sind solche Ideen nun leider fernab jeglichen Realismus. Auch darauf hat Streleckys sofort eine Gegenargument parat: jeder Mensch kann ja individuell unterschiedliche Wünsche und Ziele haben, es muss also nicht jeder Mensch jedes zweite Jahr nur mit Weltreisen verbringen. Ja, lieber Herr Strelecky, das werden die meisten Menschen auch nicht tun, aber ich garantiere Ihnen, unter den Milliarden Menschen, die sich das ganz einfach nicht leisten können, gäbe es trotzdem bestimmt ein paar, die diesen Lebensstil (oder einen anderen ähnlich kostspieligen) als ihren "Zweck der Existenz" akzeptieren würden -- wenn es denn für sie machbar wäre (was es definitiv nicht ist).
Etwas später philosophiert Streleckys darüber, ob es wohl besser wäre, heute einen Urlaub für 5000 Dollar zu machen, oder das Geld 23 Jahre lang zu investieren, um sich dann im Rentenalter zwei solche Urlaube leisten zu können. Lieber Herr Strelecky, manche Menschen leisten sich niemals im Leben einen Urlaub für 5000 Dollar -- und zwar (in vielen Fällen) nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil sie es nicht können.
In einem anderen Kapitel geht es darum, dass nicht jeder Mensch Erfüllung darin findet, seinen Mitmenschen zu helfen; manche Menschen finden vor allem Erfüllung darin, an sich selbst zu denken, und das ist laut Strelecky auch völlig in Ordnung so. Ja, es ist sicher richtig, dass es Menschen gibt, die zu wenig an sich selbst denken, aber bei Strelecky klingt es einfach alles ein bisschen so als wollte er sagen: Wenn Du gerne ein egoistisches Arschloch sein möchtest, dann sei einfach ein egoistisches Arschloch!
Immerhin einen Ratschlag Streleckys habe ich jetzt befolgt: Ich verschwende meine Lebenszeit nicht mehr mit völlig überflüssigem Unsinn, und habe die Lektüre nach 140 Seiten (etwa der Hälfte) beendet.
Until he was thirty-two, Charlie Gordon --gentle, amiable, oddly engaging-- had lived in a kind …
5 Sterne
In dem utopischen Roman wird die Hauptperson Charlie, die starke Lernschwierigkeiten hat, einer neuartigen medizinischen Behandlung unterzogen, die Charlies IQ auf einen Wert steigert, welcher sogar den der meisten anderen Menschen übertrifft. Das Verfahren wurde vorher bereits an Mäusen getestet, und die dem Roman namensgebende Versuchsmaus "Algernon" wird schließlich zu einem treuen Freund Charlies.
Die Handlung wird dabei aus Charlies Perspektive erzählt -- in Form von Erfahrungsberichten, die Charlie im Rahmen des Experiments täglich zu Papier bringt, um den Verlauf seiner Behandlung zu dokumentieren. In diesen Berichten erfährt der Leser eine Menge über Charlies Erfahrungen mit seinen Mitmenschen. So merkt Charlie, dass viele der Menschen, mit denen er vorher gerne zusammen gelacht hat, die meiste Zeit eigentlich ihn ausgelacht haben. Er erinnert sich allmählich auch daran, wie unterschiedlich seine Eltern mit seiner Behinderung umgegangen sind und wie ihre Ehe schließlich daran zerbrochen ist.
Während seine Intelligenz immer weiter zunimmt, muss …
In dem utopischen Roman wird die Hauptperson Charlie, die starke Lernschwierigkeiten hat, einer neuartigen medizinischen Behandlung unterzogen, die Charlies IQ auf einen Wert steigert, welcher sogar den der meisten anderen Menschen übertrifft. Das Verfahren wurde vorher bereits an Mäusen getestet, und die dem Roman namensgebende Versuchsmaus "Algernon" wird schließlich zu einem treuen Freund Charlies.
Die Handlung wird dabei aus Charlies Perspektive erzählt -- in Form von Erfahrungsberichten, die Charlie im Rahmen des Experiments täglich zu Papier bringt, um den Verlauf seiner Behandlung zu dokumentieren. In diesen Berichten erfährt der Leser eine Menge über Charlies Erfahrungen mit seinen Mitmenschen. So merkt Charlie, dass viele der Menschen, mit denen er vorher gerne zusammen gelacht hat, die meiste Zeit eigentlich ihn ausgelacht haben. Er erinnert sich allmählich auch daran, wie unterschiedlich seine Eltern mit seiner Behinderung umgegangen sind und wie ihre Ehe schließlich daran zerbrochen ist.
Während seine Intelligenz immer weiter zunimmt, muss er allerdings auch die Erfahrung machen, dass Intelligenz alleine noch keine Garantie dafür ist, im Leben glücklich zu werden und gesunde zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen zu können. Tatsächlich steigt ihm sein hoher IQ so zu Kopf, dass er schließlich selbst einen herablassenden Blick auf Menschen mit "normalem" IQ entwickelt. Erst allmählich wird ihm klar, welche Werte ihm im Leben eigentlich wirklich wichtig sind.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Achtung potentieller Spoiler im nächsten Abschnitt! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Interessant finde ich, dass die Handlung dieses utopische Roman aus dem Jahr 1959 doch einige sehr deutliche Parallelen zu einem dreißig Jahre später veröffentlichen (und erfolgreich verfilmten) anderen Roman aufweist (dessen Namen ich allerdings nicht nennen möchte, um nicht zu viel über den Ausgang zu verraten), welcher auf einer wahren Begebenheit basiert. Offensichtlich sind die utopischen Aspekte an Daniel Keyes Roman gar nicht ganz so utopisch, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermutet.
Ein kleines Café mitten im Nirgendwo wird zum Wendepunkt im Leben von John, einem Werbemanager, …
3 Sterne
Strelecky wagt sich mit diesem Buch an nicht weniger als die Frage nach dem Sinn des Lebens und wie man selbst ein erfülltes Leben führen kann.
Strelecky ist jetzt nicht gerade der erste Mensch, der über diese Fragen philosophiert, und nicht alles, was er in dem Buch schreibt, sind brandneue Erkenntnisse. Dennoch halte ich das Buch für anregend und ziemlich kurzweilig. In einigen negativen Rezensionen wird die angeblich furchtbare Sprache des Buches kritisiert -- was ich nun wirklich überhaupt nicht nachvollziehen kann (ich habe die deutsche Übersetzung gelesen).
Was ich in Streleckys Überlegungen allerdings komplett vermisse, ist eine soziale Komponente. Nach Streleckys Lebensphilosophie sollte jeder Mensch seine eigene persönliche Bestimmung erforschen und sein Leben dann voll und ganz danach ausrichten. Auch wenn dies für einen einzelnen Menschen erfüllend sein mag, habe ich doch erhebliche Zweifel daran, dass wenn alle 8 Milliarden Menschen ihr Leben allein nach diesem Prinzip gestalten, eine …
Strelecky wagt sich mit diesem Buch an nicht weniger als die Frage nach dem Sinn des Lebens und wie man selbst ein erfülltes Leben führen kann.
Strelecky ist jetzt nicht gerade der erste Mensch, der über diese Fragen philosophiert, und nicht alles, was er in dem Buch schreibt, sind brandneue Erkenntnisse. Dennoch halte ich das Buch für anregend und ziemlich kurzweilig. In einigen negativen Rezensionen wird die angeblich furchtbare Sprache des Buches kritisiert -- was ich nun wirklich überhaupt nicht nachvollziehen kann (ich habe die deutsche Übersetzung gelesen).
Was ich in Streleckys Überlegungen allerdings komplett vermisse, ist eine soziale Komponente. Nach Streleckys Lebensphilosophie sollte jeder Mensch seine eigene persönliche Bestimmung erforschen und sein Leben dann voll und ganz danach ausrichten. Auch wenn dies für einen einzelnen Menschen erfüllend sein mag, habe ich doch erhebliche Zweifel daran, dass wenn alle 8 Milliarden Menschen ihr Leben allein nach diesem Prinzip gestalten, eine glückliche und gerechte Weltgemeinschaft entsteht. Aber für viele Menschen mag dieses Kriterium ja auch nicht besonders entscheidend sein, um selbst glücklich zu sein.
Darüber hinaus scheint Streleckys Lebensphilosophie doch vor allem eine Lebensphilosophie privilegierter Bevölkerungsschichten zu sein. Er bemüht sich zwar, mit dem Beispiel des glücklichen Fischers zu untermauern, dass man nicht immer viel Geld braucht, um glücklich zu sein, aber die Argumentation erscheint auf den zweiten Blick dann doch ein bisschen scheinheilig. Man kann sich nicht so ganz des Eindrucks erwehren, dass Strelecky meint, der Fischer müsse wohl zwangsläufig geringere Bedürfnisse haben, um glücklich zu sein, als ein Mensch, der seine Bestimmung darin erkannt hat, Millionär zu werden.
Fahrenheit 451 is a 1953 dystopian novel by American writer Ray Bradbury. Often regarded as …
3 Sterne
Irgendwie konnte mich dieses Buch nicht so recht überzeugen. Allerdings muss ich auch sagen, dass es sprachlich eine für mich sehr überraschende Herausforderung war. Ich habe schon ettliche Bücher unterschiedlichster Genres und unterschiedlichster Autoren auf englisch gelesen, und hatte eigentlich nie Probleme, diese zu verstehen. Aber bei diesem Buch bin ich mir tatsächlich zum ersten Mal seit Jahrzehnten auf jeder dritten Seite nicht sicher gewesen, ob ich überhaupt richtig verstanden habe, was der Autor gemeint hat. Wahrscheinlich sollte ich mir mal eine deutsche Übersetzung besorgen, und dem Buch noch eine zweite Chance geben.
The Plot Against America is a novel by Philip Roth published in 2004. It is …
4 Sterne
Der Roman hat ein ähnliches Thema wie Philip K. Dicks Klassiker The Man in the High Castle. Roth skizziert hier ebenfalls einen alternativen Verlauf des zweiten Weltkriegs, bei dem die USA schließlich von Nazis regiert werden.
Im Gegensatz zu Dick beschreibt Roth jedoch die alleresten Anfänge dieser Entwicklung, wobei er gleichzeitig den real in Amerika vorhandenen Antisemitismus in den 40er Jahren anprangert. Roth erzählt seine Geschichte im Stile einer Autobiographie, und vermutlich enthält der Anfang der Geschichte auch tatsächlich autobiographische Anteile. Neben Roths Familienmitgliedern sind die handelnden Personen allesamt real existierende historische Personen, und Roth verwendet zum Teil auch die Originaltexte, die einige dieser Personen in ihren historischen Reden verwendet haben. Mit der Präsidentschaftswahl von 1940 weicht Roth dann jedoch von der tatsächlichen historischen Entwicklung ab, indem er eine Geschichte erfindet, in welcher der antisemitische Charles Lindbergh neuer amerikanischer Präsident wird.
Roth beschreibt überaus realistisch, wie eine sehr sorgfältig geplante …
Der Roman hat ein ähnliches Thema wie Philip K. Dicks Klassiker The Man in the High Castle. Roth skizziert hier ebenfalls einen alternativen Verlauf des zweiten Weltkriegs, bei dem die USA schließlich von Nazis regiert werden.
Im Gegensatz zu Dick beschreibt Roth jedoch die alleresten Anfänge dieser Entwicklung, wobei er gleichzeitig den real in Amerika vorhandenen Antisemitismus in den 40er Jahren anprangert. Roth erzählt seine Geschichte im Stile einer Autobiographie, und vermutlich enthält der Anfang der Geschichte auch tatsächlich autobiographische Anteile. Neben Roths Familienmitgliedern sind die handelnden Personen allesamt real existierende historische Personen, und Roth verwendet zum Teil auch die Originaltexte, die einige dieser Personen in ihren historischen Reden verwendet haben. Mit der Präsidentschaftswahl von 1940 weicht Roth dann jedoch von der tatsächlichen historischen Entwicklung ab, indem er eine Geschichte erfindet, in welcher der antisemitische Charles Lindbergh neuer amerikanischer Präsident wird.
Roth beschreibt überaus realistisch, wie eine sehr sorgfältig geplante und in anfangs noch sehr harmlos erscheinenden Schritten erfolgende Machtübernahme durch amerikanische Nazis aussehen könnte. Dabei beschreibt er insbesondere das auch aus jüngeren Wahlen in Amerika bekannte Problem des 2-Parteiensystems, bei dem sich die Bürger für eine von zwei Möglichkeiten entscheiden: Lindbergh oder Krieg -- ohne die sonstigen Konsequenzen ihrer Wahlentscheidung in ihrer vollen Tragweite zu erkennen. (Als Roth den Roman 2004 schrieb, hatte er die jüngste Zuspitzung dieser Problematik unter Donald Trump noch gar nicht miterlebt.)
Dass ich den Roman am Ende doch nicht mit 5 Sternen bewerten kann, liegt im Wesentlich am letzten Drittel der Geschichte. Während die Machtübernahme durch die Nazis anfangs extrem sorgfältig und mit viel Intelligenz geplant erscheint, überschlagen sich die Ereignisse am Ende etwas zu sehr. Auch nimmt der Autor das Ende der Geschichte bereits im vorletzten Kapitel vorweg, um dann im letzten Kapitel noch einmal ein paar Tage in die Vergangenheit zu springen, um die Entwicklung der letzten Tage noch einmal aus seiner Perspektive als kleiner Junge zu erzählen. Die letzten Kapitel lesen sich leider nicht ganz so flüssig wie die ersten beiden Drittel. Trotzdem ist der gesamte Roman bis zum Schluss ausgesprochen lesenswert, und hat mindestens 4 bis 4,5 Sterne verdient.
"Ur-Fascism" or "Eternal Fascism: Fourteen Ways of Looking at a Blackshirt" (Italian: Il fascismo eterno, …
4 Sterne
Das kleine Büchlein enthält mehrere Vorträge von Eco. Der erste und längste Text mit dem Titel "Der ewige Faschismus" ist dabei der älteste aus dem Jahr 1995.
In diesem und den anderen Vorträgen geht es weniger um geschichtliche Ereignisse, sondern um die gesellschaftlichen und idelogischen Hintergründe, die in der Vergangenheit ebenso wie in der Gegenwart zur Entwicklung faschistischer, populistischer Bewegegungen geführt haben und führen, und sind gleichzeitig ein Appell, solchen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten
Dabei hat Eco schon im Jahr 1995 erkannt: "In unserer Zukunft bietet sich ein TV- und Internet-Populismus an". Man bedenke: das "World Wide Web", welches das Internet zum ersten Mal für den gewöhnlichen Durschnittsbürger nutzbar machte, startete im Jahr 1991! An "social media" war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken.
Eco erklärt auch schlüssig, warum immer wieder gerade Juden zur Zielscheibe faschistischer Verschwörungstheorien werden: "Daher liegt an der Wurzel der urfaschistischen Psychologie die Obsession einer Verschwörung, …
Das kleine Büchlein enthält mehrere Vorträge von Eco. Der erste und längste Text mit dem Titel "Der ewige Faschismus" ist dabei der älteste aus dem Jahr 1995.
In diesem und den anderen Vorträgen geht es weniger um geschichtliche Ereignisse, sondern um die gesellschaftlichen und idelogischen Hintergründe, die in der Vergangenheit ebenso wie in der Gegenwart zur Entwicklung faschistischer, populistischer Bewegegungen geführt haben und führen, und sind gleichzeitig ein Appell, solchen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten
Dabei hat Eco schon im Jahr 1995 erkannt: "In unserer Zukunft bietet sich ein TV- und Internet-Populismus an". Man bedenke: das "World Wide Web", welches das Internet zum ersten Mal für den gewöhnlichen Durschnittsbürger nutzbar machte, startete im Jahr 1991! An "social media" war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken.
Eco erklärt auch schlüssig, warum immer wieder gerade Juden zur Zielscheibe faschistischer Verschwörungstheorien werden: "Daher liegt an der Wurzel der urfaschistischen Psychologie die Obsession einer Verschwörung, nach Möglichkeit einer internationalen. [...] Am einfachsten lässt sich eine Verschwörung durch einen Appell an die Fremdenfeindlichkeit hervorzaubern. Allerdings muss die Verschwörung auch von innen kommen. Daher sind die Juden gewöhnlich das beste Ziel, da sie den Vorteil bieten, gleichzeitig innen und außen zu sein."
Auch den scheinbaren Widerspruch, dass die Juden von Verschwörungstheoretikern auf der einen Seite als intelligent genug dargestellt werden, eine ultrageheime Weltverschwörung anzuzetteln, an der sich selbst die Regierungen bis aufs Blut verfeindeter Nationen gemeinsam beteiligen, auf der anderen Seite aber auch als unterentwickelte Menschen zweiter Klasse betrachtet werden, erklärt Eco schlüssig: "Die Anhänger müssen aber auch überzeugt sein, dass sie die Feinde besiegen können. So kommt es, dass die Feinde [...] gleichzeitig zu stark und zu schwach sind."
Wie auch in seinen Romanen ist Ecos unvergleichlicher ironischer Sprachstil wie immer ein Genuss! (Was auch ein Lob an die Übersetzer ist. Meine nicht vorhandenen Italienischkenntnisse ermöglichen es mir leider nicht, Ecos Werke in der Originalsprache zu lesen.)
Kurz vor diesem Buch hatte ich den 800 Jahre alten Roman "The death of King Arthur" gelesen und habe dabei überrascht festgestellt, wie sehr sich die Vorstellungen über Ehre und deren Verteidigung in der mittelalterlichen französischen Literatur und in dieser chinesischen Kung-Fu-Geschichte doch ähneln. Zahlreiche Konflikt entstehen dabei in beiden Genres aufgrund von Missverständnissen, oder weil eine Person der Meinung ist, bestimmte Dinge nicht sagen zu dürfen, um die eigene Ehre oder die einer anderen Person nicht zu verletzten. Und gelegentlich setzen sich überlebende Kontrahenten, die sich eben noch gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben, nach der Aufklärung eines Missverständnisses zusammen an einen Tisch, um gegebenfalls gemeinsam auf den Ruhm der gerade abgeschlachteten Kameraden zu trinken.
Die Handlung ist ausgesprochen kampflastig (und blutig), aber die Beschreibung der Kämpfe bleibt immer sehr kurzweilig und abwechslungsreich.
Wer dem Genre des Kung-Fu-Romans gegenüber nicht grundsätzlich abgeneigt ist, findet in diesem Werk (dem ersten Band …
Kurz vor diesem Buch hatte ich den 800 Jahre alten Roman "The death of King Arthur" gelesen und habe dabei überrascht festgestellt, wie sehr sich die Vorstellungen über Ehre und deren Verteidigung in der mittelalterlichen französischen Literatur und in dieser chinesischen Kung-Fu-Geschichte doch ähneln. Zahlreiche Konflikt entstehen dabei in beiden Genres aufgrund von Missverständnissen, oder weil eine Person der Meinung ist, bestimmte Dinge nicht sagen zu dürfen, um die eigene Ehre oder die einer anderen Person nicht zu verletzten. Und gelegentlich setzen sich überlebende Kontrahenten, die sich eben noch gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben, nach der Aufklärung eines Missverständnisses zusammen an einen Tisch, um gegebenfalls gemeinsam auf den Ruhm der gerade abgeschlachteten Kameraden zu trinken.
Die Handlung ist ausgesprochen kampflastig (und blutig), aber die Beschreibung der Kämpfe bleibt immer sehr kurzweilig und abwechslungsreich.
Wer dem Genre des Kung-Fu-Romans gegenüber nicht grundsätzlich abgeneigt ist, findet in diesem Werk (dem ersten Band einer Trilogie) sicher ein sehr lesenswertes und spannendes Buch.
Ready Player One is a 2011 science fiction novel, and the debut novel of American …
5 Sterne
Ich bin ja häufig etwas skeptisch, wenn es in Büchern um Computerspiele / virtuelle Welten geht, da ich häufig den Eindruck habe, dass sich so manche(r) Autor(in), die/der sich diesem Thema widmet, entweder selber damit überhaupt nicht auskennt, oder zu abgedrehte Ideen entwickelt, die mit realer Computertechnik kaum etwas zu tun haben.
Aber Ernest Cline macht in seinem Zukunftsthriller einfach fast alles richtig. Dass sich gegen Ende des Buches die Hauptperson mit relativ bescheidenere Vorbereitung unentdeckt in das vermutlich gut gesicherte System des bedeutendsten Netzwerkgiganten einhacken kann, geht vielleicht ein klein wenig zu glatt, aber darüber kann man aus dramaturgischen Gründen als Leser hinwegsehen.
Was ich allerdings nicht so genau weiß, ist, wer eigentlich die beste Zielgruppe für diesen Roman ist, oder ob dieses Buch einfach bei jeder Art von Lesern gut aufgehoben ist. Ich denke nicht, dass man dieses Buch nur dann gut finden kann, wenn man selbst eine …
Ich bin ja häufig etwas skeptisch, wenn es in Büchern um Computerspiele / virtuelle Welten geht, da ich häufig den Eindruck habe, dass sich so manche(r) Autor(in), die/der sich diesem Thema widmet, entweder selber damit überhaupt nicht auskennt, oder zu abgedrehte Ideen entwickelt, die mit realer Computertechnik kaum etwas zu tun haben.
Aber Ernest Cline macht in seinem Zukunftsthriller einfach fast alles richtig. Dass sich gegen Ende des Buches die Hauptperson mit relativ bescheidenere Vorbereitung unentdeckt in das vermutlich gut gesicherte System des bedeutendsten Netzwerkgiganten einhacken kann, geht vielleicht ein klein wenig zu glatt, aber darüber kann man aus dramaturgischen Gründen als Leser hinwegsehen.
Was ich allerdings nicht so genau weiß, ist, wer eigentlich die beste Zielgruppe für diesen Roman ist, oder ob dieses Buch einfach bei jeder Art von Lesern gut aufgehoben ist. Ich denke nicht, dass man dieses Buch nur dann gut finden kann, wenn man selbst eine gewisse Begeisterung für Computerspiele bzw. virtuelle Welten aufbringen kann; allerdings kann ich das schlecht objektiv beurteilen. Auf der einen Seite wird das Buch oft als Jugendbuch bezeichnet; auf der anderen Seite beschäftigt sich das Buch ständig mit Filmen, Serien, Spielen, bekannten Personen etc. aus den 70er - 90er Jahren. Leser, die nach 2000 geboren sind, können damit in der Regel vermutlich kaum etwas anfangen. Wer allerdings selbst in den 70er Jahren geboren ist und ähnliche Interessen wie der im Roman beschriebene Erfinder der virtuellen Welt OASIS hat, der kann mit den Rätseln und Aufgaben, die die Spieler im Roman bewältigen müssen, durchaus auch selbst etwas anfangen (und selbst miträtseln).
Ein rundum gelungenes Buch. Das einzige, was ich an der Geschichte etwas fraglich finde, ist, ob sich Jugendliche im Jahr 2044 tatsächlich derart enthusiastisch, wie im Buch beschrieben, für Computerspiele aus der Computersteinzeit begeistern können.