The Daylight War is a fantasy novel written by American writer Peter V. Brett. It …
5 Sterne
Im dritten Band gibt es erneut einen Rückblick: Dieses Mal wird Ineveras Vorgeschichte erzählt. Wie schon im vorigen Band schafft es der Autor, Teile der bereits bekannten Geschichte so geschickt aus einem anderen Blickwinkel zu erzählen, dass dem Leser dabei nicht langweilig wird. Er bekommt stattdessen weitere tiefe Einblicke in die Kultur der Krasianer.
Auf die nächste Begegnung mit einem (oder besser mehreren) der intelligenten Seelendämonen muss der Leser dieses 1000-Seiten-Werks lange warten, da sich Brett neben Ineveras Vorgeschichte auch dem Vormarsch der Krasianer in die nördlichen Gebiete, sowie der entsprechenden Gegenmaßnahmen der Nordländer widmet. Erneut sind die Dämonen wieder für eine Überrschung gut, und ganz am Ende scheint es zu einem Showdown zwischen den beiden "Erlösern" zu kommen. Obwohl der Sieger bei dieser Auseinandersetzung am Ende auf den ersten Blick festzustehen scheint, ist das aber vielleicht doch einfach ein Cliffhanger.
Eines der Bücher, die nur ein paar Milliarden mehr Menschen unvoreingenommen lesen und sich ernsthaft durch den Kopf gehen lassen müsste, und wir wären der Lösung einiger der größten Probleme unserer Zeit vielleicht schon einen großen Schritt näher gekommen. Wenn man Bosettis Ausführungen, insbesondere zu den Themen Politische Verantwortung des Einzelnen und naivem Pazifismus, mit den Gedanken vergleicht, die z.B. George Orwell vor einem knappen Jahrhundert in seinen politischen Essays zu Papier gebracht hat, merkt man, dass viele Probleme unserer Zeit keineswegs so neu sind, wie manche vielleicht glauben.
Beim Lesen hatte ich erst angefangen, zahlreiche Eselsohren zu falten, um auf zahlreiche Zitate in dieser Rezension Bezug zu nehmen, aber irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich eigentlich die ganzen 220 Seiten abschreiben müsste, wenn ich tatsächliche alles erwähnen wollte, was ich für besonders relevant und wichtig halte. Daher hier nur eine sehr kleine Auswahl sehr gelungener Aussagen: Folgende Kritik …
Eines der Bücher, die nur ein paar Milliarden mehr Menschen unvoreingenommen lesen und sich ernsthaft durch den Kopf gehen lassen müsste, und wir wären der Lösung einiger der größten Probleme unserer Zeit vielleicht schon einen großen Schritt näher gekommen. Wenn man Bosettis Ausführungen, insbesondere zu den Themen Politische Verantwortung des Einzelnen und naivem Pazifismus, mit den Gedanken vergleicht, die z.B. George Orwell vor einem knappen Jahrhundert in seinen politischen Essays zu Papier gebracht hat, merkt man, dass viele Probleme unserer Zeit keineswegs so neu sind, wie manche vielleicht glauben.
Beim Lesen hatte ich erst angefangen, zahlreiche Eselsohren zu falten, um auf zahlreiche Zitate in dieser Rezension Bezug zu nehmen, aber irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich eigentlich die ganzen 220 Seiten abschreiben müsste, wenn ich tatsächliche alles erwähnen wollte, was ich für besonders relevant und wichtig halte. Daher hier nur eine sehr kleine Auswahl sehr gelungener Aussagen: Folgende Kritik am Vorgehen der Klimakleber bringt es zum Beispiel genau auf den Punkt: „… wer wütend auf dich ist, gibt dir zumindest seine Aufmerksamkeit. Das Ding ist nur: Wer wütend ist, ist blöderweise auch wütend und hat überhaupt keine Lust, sich wirklich anzuhören, was du zu sagen hast.“
Ebenso folgende Aussage zum Pazifismus: „Wenn alle sagen: Ich kämpfe nicht im Namen meiner Herrscher gegen andere Menschen, würde das Problem Krieg nicht existieren. Die Sache mit dieser Argumentation ist nur, dass sie komplett in sich zusammenfällt, sobald auch nur einer nicht mitmacht […] Ein Pazifismus, der glaubt, man könne jedem einzelnen Menschen ausreden, ein Arschloch zu sein, ist naiv.“ Übrigens eine sehr schöne Gegenposition zu Carl Sandburgs „Stell Dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin.“ — Was ich, und Sarah Bosetti vermutlich auch, im Grunde für eine wundervolle Vision halte, nur leider ist es eben genau das: eine Vision.
Und zu guter letzt noch folgender sehr schöne Satz: „Wir alle müssen der Menschheit die Option zugestehen, sich selbst zu vernichten. Was wir aber nicht tun müssen, ist Sterbehilfe leisten.“
Natürlich führt Bosetti alle diese Punkte noch sehr viel ausführlicher und differenzierter aus. Und das schönste daran: obwohl es um lauter ausgesprochen ernsthafte Themen geht, ist es sehr unterhaltsam und mit viel Humor geschrieben.
Nach 30-jähriger Perry Rhodan-Abstinenz habe ich heute die ersten beiden Bände der Neo-Serie durchgelesen, und dieser zweite Band hat mich positiv überrascht.
Verglichen mit Frank Borsch, der den ersten Band verfasst hatte, scheint mir Christian Montillon der bessere Autor zur sein. Die Darstellung der Charaktere erscheint mir überzeugender, die Handlung insgsgesamt plausibler als in Band 1.
Ein kleines Manko hat der Roman: bei seinen Personenbeschreibungen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Montillon sich vielleicht etwas zu sehr auf eine männliche Leserschaft fokussiert.
Nach einem mittelmäßigen ersten Band, macht diese Fortsetzung auf jeden Fall Laune auf Band 3.
Als Jugendlicher habe ich die alte Heftserie gelesen, und seitdem eine etwa 30-jährige Pause eingelegt. Jetzt endlich habe ich Zeit gefunden, den ersten Band der Neo-Serie zu lesen.
Anspruchsvolle Literatur ist Perry Rhodan nie gewesen, und das scheint sich mit der Neo-Serie auch nicht zu ändern, aber als kurzweilige Unterhaltung durchaus zu gebrauchen.
Die Änderungen gegenüber der Ursprungshandlung sind durchaus gelungen. Technik und Hintergrundgeschichte sind zeitgemäß dargestellt, wenn man auch auf die politischen und gesellschaftlichen Probleme viel ausführlicher hätte eingehen können -- aber wir haben es ja, wie schon gesagt, mit Unterhaltungsliteratur zu tun, von der man keine Wunder erwarten kann.
Die Verschwörung der drei amerikanischen, russischen und chinesischen Geheimdienstmitarbeiter ist sehr schlicht beschrieben, und man fragt sich schon, was die drei eigentlich genau gemacht haben -- geschweige denn, was sie jeweils motiviert hat. Allein mit diesem Handlungsstrang hätte man mehrere Bände füllen können, anstelle eines einzigen Kapitels.
Leider überzeugt …
Als Jugendlicher habe ich die alte Heftserie gelesen, und seitdem eine etwa 30-jährige Pause eingelegt. Jetzt endlich habe ich Zeit gefunden, den ersten Band der Neo-Serie zu lesen.
Anspruchsvolle Literatur ist Perry Rhodan nie gewesen, und das scheint sich mit der Neo-Serie auch nicht zu ändern, aber als kurzweilige Unterhaltung durchaus zu gebrauchen.
Die Änderungen gegenüber der Ursprungshandlung sind durchaus gelungen. Technik und Hintergrundgeschichte sind zeitgemäß dargestellt, wenn man auch auf die politischen und gesellschaftlichen Probleme viel ausführlicher hätte eingehen können -- aber wir haben es ja, wie schon gesagt, mit Unterhaltungsliteratur zu tun, von der man keine Wunder erwarten kann.
Die Verschwörung der drei amerikanischen, russischen und chinesischen Geheimdienstmitarbeiter ist sehr schlicht beschrieben, und man fragt sich schon, was die drei eigentlich genau gemacht haben -- geschweige denn, was sie jeweils motiviert hat. Allein mit diesem Handlungsstrang hätte man mehrere Bände füllen können, anstelle eines einzigen Kapitels.
Leider überzeugt das Argument, mit dem Perry Rhodan Crest zum Rückflug vom Mond zur Erde überredet, auch nicht so hunderprozentig. Dass im Raumschiff der Arkoniden keine Heilung für Crests Krankheit möglich sein soll, und dass ihm nur eine ärztliche Behandlung auf der Erde helfen kann, wirkt wenig überzeugend -- mal ganz davon abgesehen, dass die arkonidische Medizin offenbar einige Schwierigkeiten mit der Früherkennung von Krankheiten zu haben scheint, die sich üblicherweise nicht gerade über Nacht entwickeln.
Dennoch hat mich die Handlung ausreichend gefesselt, um mit dem zweiten Band der Serie weiter zu machen.
The Buried Giant begins as a couple set off across a troubled land of mist …
5 Sterne
Ein ähnlich bewegendes Buch wie "Was vom Tage übrig blieb". Die im mittelalterlichen Britannien angesiedelte Fantasy-Geschichte spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Im Wesentlichen geht es bei dem Buch um Abschiednehmen, Verzeihen und Segen oder Fluch des Vergessens. Ishiguro bettet diese Themen perfekt in seine mittelalterliche Geschichte ein.
Wer dagegen auf eine spannende Drachenjägergeschichte hofft, findet in diesem Buch eher nicht das Erwartete.
Nach "The moon is a harsh mistress" wahrscheinlich einer von Heinleins besten Romanen.
Ich habe die Verfilmung nie vollständig gesehen, nur ein paar Ausschnitte, aber von denen ausgehend würde ich sagen, dass Buch und Film nur wenig gemeinsam haben. Der Film soll ja wohl eine Parodie sein, und ist ziemlich actionreich. Das ist der Roman beides eher nicht.
Der Roman beginnt zwar mit einem actionreichen ersten Kapitel. Im gesamten Rest des Buches hält sich die Action allerdings sehr in Grenzen. Der Rest des Buches ist, wie die meisten Heinlein-Romane, vor allem sehr dialoglastig. Und wie in den meisten seiner Romanen sind die Dialoge in einem sehr ironisch, sarkastischen Stil gehalten, der das Buch ausgesprochen kurzweilig macht. Dabei kritisiert er, wie meistens, diverse Aspekte unseres heutigen Gesellschaftssytems, insbesondere Aspekte der Rechtsprechung, Erziehung und der sozialen Verantwortung des Einzelnen. Man darf durchaus anzweifeln, dass das Gesellschaftssystem in seiner Zukunftsvision tatsächlich so wunderbar …
Nach "The moon is a harsh mistress" wahrscheinlich einer von Heinleins besten Romanen.
Ich habe die Verfilmung nie vollständig gesehen, nur ein paar Ausschnitte, aber von denen ausgehend würde ich sagen, dass Buch und Film nur wenig gemeinsam haben. Der Film soll ja wohl eine Parodie sein, und ist ziemlich actionreich. Das ist der Roman beides eher nicht.
Der Roman beginnt zwar mit einem actionreichen ersten Kapitel. Im gesamten Rest des Buches hält sich die Action allerdings sehr in Grenzen. Der Rest des Buches ist, wie die meisten Heinlein-Romane, vor allem sehr dialoglastig. Und wie in den meisten seiner Romanen sind die Dialoge in einem sehr ironisch, sarkastischen Stil gehalten, der das Buch ausgesprochen kurzweilig macht. Dabei kritisiert er, wie meistens, diverse Aspekte unseres heutigen Gesellschaftssytems, insbesondere Aspekte der Rechtsprechung, Erziehung und der sozialen Verantwortung des Einzelnen. Man darf durchaus anzweifeln, dass das Gesellschaftssystem in seiner Zukunftsvision tatsächlich so wunderbar funktionieren würde wie im Roman dargestellt, aber interessant sind die Diskussionen darüber allemal.
Dr. Bloodmoney, or How We Got Along After the Bomb is a 1965 science fiction …
3 Sterne
Ein durchschnittlicher Dick-Roman, mit vielen guten Ideen, die aber im Detail nicht völlig überzeugend ausgearbeitet sind, und teilweise etwas sehr in die Skurrilität abdriften.
Wie Dick selbst in einem später verfassten Nachwort schreibt, war er zur Zeit als er den Roman schrieb, davon überzeugt, dass es bald zum atomaren dritten Weltkrieg kommen wird, und dies ist auch der Hintergrund dieses Roman. Allerdings wird im ganzen Roman mit keinem Wort erklärt, warum es dazu kam. Dick ist, wie meistens in seinen Werken, nicht an politischen Zusammenhängen oder logischen Erklärungen für seine Zukunftsvisionen interessiert, sondern am Umgang der einfachen Menschen mit der entsprechenden Situation.
Die Handlungsweisen der Charaktere wirken für mich allerdings nicht immer besonders logisch und überzeugend, daher nur 3 Sterne für diesen Roman.
»Mein größtes Ziel war es, aus dem politischen Schreiben eine Kunst zu machen.« Nicht nur …
5 Sterne
Einige der Essays geben einfach einen interessanten Einblick in Episoden aus dem Leben des Autors; beim größten Teil der um die 80 Jahre alten Texte handelt es sich aber um politische Erörterungen, die überraschenderweise trotz ihres Alters praktisch nichts an Aktualität verloren haben. Für Leser von „Animal Farm“ vermutlich wenig überraschend geht es in vielen Essays primär um das kommunistische Regime in der UdSSR, einige beschäftigen sich auch mit Hitler und Nazideutschland. Tatsächlich sind Orwells Analysen aber sehr viel allgemeiner gefasst und analysieren messerscharf, wie totalitäre Staatsformen entstehen, warum sie Unterstützung in der Bevölkerung finden, und wie man mit ihnen am besten umgehen sollte. Dabei stellt man als Leser unserer Zeit immer wieder fest, dass die Probleme und Entwicklungen vor 80 Jahren sehr viele Parallelen mit den aktuellen Entwicklungen im Jahr 2025 aufweisen.
Verschwörungstheorien, Fakenews, totaler Realitätsverlust, Unterdrückung der Medien sind alles keine neuen Entwicklungen der letzten Jahre, wir hatten …
Einige der Essays geben einfach einen interessanten Einblick in Episoden aus dem Leben des Autors; beim größten Teil der um die 80 Jahre alten Texte handelt es sich aber um politische Erörterungen, die überraschenderweise trotz ihres Alters praktisch nichts an Aktualität verloren haben. Für Leser von „Animal Farm“ vermutlich wenig überraschend geht es in vielen Essays primär um das kommunistische Regime in der UdSSR, einige beschäftigen sich auch mit Hitler und Nazideutschland. Tatsächlich sind Orwells Analysen aber sehr viel allgemeiner gefasst und analysieren messerscharf, wie totalitäre Staatsformen entstehen, warum sie Unterstützung in der Bevölkerung finden, und wie man mit ihnen am besten umgehen sollte. Dabei stellt man als Leser unserer Zeit immer wieder fest, dass die Probleme und Entwicklungen vor 80 Jahren sehr viele Parallelen mit den aktuellen Entwicklungen im Jahr 2025 aufweisen.
Verschwörungstheorien, Fakenews, totaler Realitätsverlust, Unterdrückung der Medien sind alles keine neuen Entwicklungen der letzten Jahre, wir hatten wohl nur ein paar entspannte Jahrzehnte der relativen Ruhe, in der all diese schon bekannten Phänomene verdrängt und vergessen wurden. Auch eine ausgeprägte Pazifismusbewegung gab es schon damals wie heute, die Orwell (der aus politischer Überzeugung als Soldat im spanischen Bürgerkrieg gekämpft hat) ebenfalls kritisch beleuchtet.
Orwell erklärt auch sehr genau, warum der gewaltlose Widerstand eines Gandhi in Indien funktionieren konnte, während dieselbe Methode in einem totalitären Staat (wie Nazideutschland) völlig sinnlos wäre: „Bei all dem kann man aber davon ausgehen, dass Gandhi […] gar nicht verstanden hatte, was Totalitarismus im Wesentlichen bedeutet, und dass er die gesamte Situation von der Warte seines eigenen Kampfes gegen die britische Kolonialherrschaft aus betrachtete. Dabei ist es gar nicht einmal so entscheidend, dass die Briten ihn gewähren ließen, sondern vielmehr, dass er sich stets in der Lage befand, die Öffentlichkeit zu erreichen. Wie man an den oben angeführten Zitaten erkennt, glaubte er daran, dass man die Welt aufrütteln konnte, und das ist nur möglich, wenn man sich in der Welt Gehör verschaffen kann […]. Man kann sich nur schwer vorstellen, wie Gandhis Vorgehensweise in einem Land angekommen wäre, wo Regimegegner bei Nacht und Nebel verschwinden und nie wieder auftauchen. Ohne Pressefreiheit und Versammlungsrecht ist es nicht möglich, an die öffentliche Meinung zu appellieren, es ist auch unmöglich, eine Massenbewegung in Gang zu setzen, geschweige denn der Gegenseite die eigenen Vorhaben nahezubringen. […] Außerdem muss man die Annahme, die Gandhi in menschlicher Hinsicht so einfach voraussetzte, und zwar dass alle Menschen auf die eine oder andere Weise erreichbar seien und auf großzügige Gesten reagieren würden, ernsthaft infrage stellen. Denn das stimmt nicht immer, beispielsweise dann nicht, wenn man es mit Wahnsinnigen zu tun hat.“
Leider scheint die Zahl der Wahnsinnigen 2025 nicht unbedingt geringer zu sein, als zum Zeitpunkt, als Orwell diese Worte geschrieben hat.
Im dritten Band der Reihe treffen nun alle Hauptcharaktere aufeinander. Ein wichtiger Charakter stirbt ziemlich überraschend. Der Attentäter taucht zwar auch wieder auf, bekommt dieses mal allerdings kein eigenes Kapitel, das aus seiner Perspektive geschrieben ist. Schelm, der im zweiten Band eine wichtige Rolle zu bekommen schien, wird dagegen nur ein paar mal am Rande erwähnt. Bleibt zu hoffen, dass diese beiden Charaktere im vierten Band wieder eine größere Rolle einnehmen werde.
Neu ist in diesem dritten Band, dass einige Kapitel auch aus der Perspektive der Parschendi (den Gegnern der Menschen in dem bereits sechs Jahre andauernden Krieg) erzählt werden. Dem Autor gelingt es dabei sehr gut, ihre exotische Kultur und ihr außergewöhnlichen Eigenschaften darzustellen. Rätselhaft bleiben ihre Motive und Ziele allerdings weiterhin.
Neben den weiterhin sehr spannenden politischen Intrigen zwischen Dalinar (inzwischen unterstützt von Kaladin) und den anderen Großprinzen entwickelt sich auch eine immer spannendere Geschichte um Schallan, die …
Im dritten Band der Reihe treffen nun alle Hauptcharaktere aufeinander. Ein wichtiger Charakter stirbt ziemlich überraschend. Der Attentäter taucht zwar auch wieder auf, bekommt dieses mal allerdings kein eigenes Kapitel, das aus seiner Perspektive geschrieben ist. Schelm, der im zweiten Band eine wichtige Rolle zu bekommen schien, wird dagegen nur ein paar mal am Rande erwähnt. Bleibt zu hoffen, dass diese beiden Charaktere im vierten Band wieder eine größere Rolle einnehmen werde.
Neu ist in diesem dritten Band, dass einige Kapitel auch aus der Perspektive der Parschendi (den Gegnern der Menschen in dem bereits sechs Jahre andauernden Krieg) erzählt werden. Dem Autor gelingt es dabei sehr gut, ihre exotische Kultur und ihr außergewöhnlichen Eigenschaften darzustellen. Rätselhaft bleiben ihre Motive und Ziele allerdings weiterhin.
Neben den weiterhin sehr spannenden politischen Intrigen zwischen Dalinar (inzwischen unterstützt von Kaladin) und den anderen Großprinzen entwickelt sich auch eine immer spannendere Geschichte um Schallan, die mit Hilfe ihrer magischen Fähigkeiten und vielen geistreichen Einfällen in Kontakt mit einer zwielichtigen Gruppe kommt, bei der bislang unklar bleibt, ob diese im Auftrag einer der bereits bekannten Parteien arbeitet oder stattdessen eine ganz neue Partei darstellt, deren Ziele und Verbindungen erst in kommenden Bänden der Reihe geklärt werden. Das erste Rendevouz zwischen Schallan und Adolin dürfte den meisten Lesern auch lange in Erinnerung bleiben, da der Dialog zwischen den beiden doch gleichermaßen originell wie außergewöhnlich sein dürfte.
Neben Peter V. Bretts Dämonensaga und George R. R. Martins Lied von Eis und Feuer sind Brandon Sandersons Sturmlicht-Chroniken eine der drei besten komplexen Fantasy-Sagen der letzten Jahrzehnte.
Während der erste Band der Reihe ausschließlich aus der Perspektive der drei Hauptfiguren aus den nördlichen Ländern geschildert wurde, lernen wir nun einige Figuren aus den südlichen Ländern ganz neu kennen, die im ersten Band lediglich Nebenrollen gespielt haben. Band zwei macht den Leser mit der Kultur der Wüstenkrieger bekannt, und der Leser erlebt auch einen (kleinen) Teil der Geschichte, der schon aus Band 1 bekannt war, noch einmal aus einer neuen Perspektive.
Während die Dämonen, welche die Menschheit bei Nacht terrorisieren, in Band 1 noch dumm und rein instinktgetrieben dargestellt werden und vor allem durch ihre große Masse und ihre übermächtige Kampfkraft bedrohlich wirkten, erfährt der Leser (und auch die Protagonisten in der Geschichte) in Band 2 auch, dass es unter den Dämonen offenbar auch intelligentere Anführer gibt, die durchaus sehr zielgerichtet Pläne für den Kampf gegen die Menschheit entwerfen können.
Zwischenmenschliche Beziehungen, insbesondere solche, die stark durch gewalttätiges …
Während der erste Band der Reihe ausschließlich aus der Perspektive der drei Hauptfiguren aus den nördlichen Ländern geschildert wurde, lernen wir nun einige Figuren aus den südlichen Ländern ganz neu kennen, die im ersten Band lediglich Nebenrollen gespielt haben. Band zwei macht den Leser mit der Kultur der Wüstenkrieger bekannt, und der Leser erlebt auch einen (kleinen) Teil der Geschichte, der schon aus Band 1 bekannt war, noch einmal aus einer neuen Perspektive.
Während die Dämonen, welche die Menschheit bei Nacht terrorisieren, in Band 1 noch dumm und rein instinktgetrieben dargestellt werden und vor allem durch ihre große Masse und ihre übermächtige Kampfkraft bedrohlich wirkten, erfährt der Leser (und auch die Protagonisten in der Geschichte) in Band 2 auch, dass es unter den Dämonen offenbar auch intelligentere Anführer gibt, die durchaus sehr zielgerichtet Pläne für den Kampf gegen die Menschheit entwerfen können.
Zwischenmenschliche Beziehungen, insbesondere solche, die stark durch gewalttätiges Erfahrungen geprägt sind, stellt Brett vielleicht nicht immer 100%-ig überzeugend dar, aber bei der immer epischer werdenden spannenden Geschichte kann man das dem Autor dann vielleicht doch verzeihen.
Traduttore, traditore: An act of translation is always an act of betrayal.
1828. Robin …
4 Sterne
Der Anfang von Babel erinnert zunächst an Harry Potter -- ein Waisenjunge wird in eine englische Schule gebracht, um dort Magie zu erlernen. Damit enden die Gemeinsamkeiten dann allerdings auch schon. Babel richtet sich nicht so sehr an jüngere Leser, und das Buch liest sich eher wie ein historischer Roman, in dem die Themen Rassismus, Geschlechtergerechtigkeit und der britische Kolonialismus im 19. Jahrhundert zentrale Themen sind. Auch Kritik an der Idee eines niemals endenden Wirtschaftswachstums klingt an. Tatsächlich spielt die Magie in der Handlung eher eine untergeordnete Rolle, und man fragt sich im Laufe des Romans ein Bisschen, wozu die Autorin den Magie-Aspekt überhaupt in die Geschichte einbauen musste.
Die ersten zwei Drittel des Buches würde ich daher eher als einen ganz hervorragenden historischen Roman bezeichnen, und dieser Teil hätte auch 5 Sterne verdient. Im letzten Drittel zieht sich die Handlung ein wenig zu sehr in die Länge, und die …
Der Anfang von Babel erinnert zunächst an Harry Potter -- ein Waisenjunge wird in eine englische Schule gebracht, um dort Magie zu erlernen. Damit enden die Gemeinsamkeiten dann allerdings auch schon. Babel richtet sich nicht so sehr an jüngere Leser, und das Buch liest sich eher wie ein historischer Roman, in dem die Themen Rassismus, Geschlechtergerechtigkeit und der britische Kolonialismus im 19. Jahrhundert zentrale Themen sind. Auch Kritik an der Idee eines niemals endenden Wirtschaftswachstums klingt an. Tatsächlich spielt die Magie in der Handlung eher eine untergeordnete Rolle, und man fragt sich im Laufe des Romans ein Bisschen, wozu die Autorin den Magie-Aspekt überhaupt in die Geschichte einbauen musste.
Die ersten zwei Drittel des Buches würde ich daher eher als einen ganz hervorragenden historischen Roman bezeichnen, und dieser Teil hätte auch 5 Sterne verdient. Im letzten Drittel zieht sich die Handlung ein wenig zu sehr in die Länge, und die Ereignisse erscheinen auch nicht immer besonders glaubwürdig. Die Hauptpersonen zetteln eine Revolution gegen das britische Empire an, die aber ein wenig unaufgeregt vor sich herdümpelt. Daher kann ich dem Buch insgesamt nur 4 Sterne geben.
11 Kurzgeschichten, die mal mehr, mal weniger fantastische Elemente enthalten. Nicht in allen Geschichten geht es darum, was vielleicht wirklich einmal in der Zukunft machbar wäre, sondern auch, wie die Menschheit mit möglichen Entwicklungen umgehen sollte, wenn diese tatsächlich möglich wären. Einige Geschichten beschäftigen sich auch mit sehr philosophischen Themen, und wieder andere mit gesellschaftlichen Missständen im heutigen China oder dem China der jüngeren Vergangenheit.