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Daniel Keyes: Flowers for Algernon (2004)

Until he was thirty-two, Charlie Gordon --gentle, amiable, oddly engaging-- had lived in a kind …

In dem utopischen Roman wird die Hauptperson Charlie, die starke Lernschwierigkeiten hat, einer neuartigen medizinischen Behandlung unterzogen, die Charlies IQ auf einen Wert steigert, welcher sogar den der meisten anderen Menschen übertrifft. Das Verfahren wurde vorher bereits an Mäusen getestet, und die dem Roman namensgebende Versuchsmaus "Algernon" wird schließlich zu einem treuen Freund Charlies.

Die Handlung wird dabei aus Charlies Perspektive erzählt -- in Form von Erfahrungsberichten, die Charlie im Rahmen des Experiments täglich zu Papier bringt, um den Verlauf seiner Behandlung zu dokumentieren. In diesen Berichten erfährt der Leser eine Menge über Charlies Erfahrungen mit seinen Mitmenschen. So merkt Charlie, dass viele der Menschen, mit denen er vorher gerne zusammen gelacht hat, die meiste Zeit eigentlich ihn ausgelacht haben. Er erinnert sich allmählich auch daran, wie unterschiedlich seine Eltern mit seiner Behinderung umgegangen sind und wie ihre Ehe schließlich daran zerbrochen ist.

Während seine Intelligenz immer weiter zunimmt, muss er allerdings auch die Erfahrung machen, dass Intelligenz alleine noch keine Garantie dafür ist, im Leben glücklich zu werden und gesunde zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen zu können. Tatsächlich steigt ihm sein hoher IQ so zu Kopf, dass er schließlich selbst einen herablassenden Blick auf Menschen mit "normalem" IQ entwickelt. Erst allmählich wird ihm klar, welche Werte ihm im Leben eigentlich wirklich wichtig sind.

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Achtung potentieller Spoiler im nächsten Abschnitt!
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Interessant finde ich, dass die Handlung dieses utopische Roman aus dem Jahr 1959 doch einige sehr deutliche Parallelen zu einem dreißig Jahre später veröffentlichen (und erfolgreich verfilmten) anderen Roman aufweist (dessen Namen ich allerdings nicht nennen möchte, um nicht zu viel über den Ausgang zu verraten), welcher auf einer wahren Begebenheit basiert. Offensichtlich sind die utopischen Aspekte an Daniel Keyes Roman gar nicht ganz so utopisch, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermutet.