Zurück
Die Worte des Lichts (German language, Heyne)

Im dritten Band der Reihe treffen nun alle Hauptcharaktere aufeinander. Ein wichtiger Charakter stirbt ziemlich überraschend. Der Attentäter taucht zwar auch wieder auf, bekommt dieses mal allerdings kein eigenes Kapitel, das aus seiner Perspektive geschrieben ist. Schelm, der im zweiten Band eine wichtige Rolle zu bekommen schien, wird dagegen nur ein paar mal am Rande erwähnt. Bleibt zu hoffen, dass diese beiden Charaktere im vierten Band wieder eine größere Rolle einnehmen werde.

Neu ist in diesem dritten Band, dass einige Kapitel auch aus der Perspektive der Parschendi (den Gegnern der Menschen in dem bereits sechs Jahre andauernden Krieg) erzählt werden. Dem Autor gelingt es dabei sehr gut, ihre exotische Kultur und ihr außergewöhnlichen Eigenschaften darzustellen. Rätselhaft bleiben ihre Motive und Ziele allerdings weiterhin.

Neben den weiterhin sehr spannenden politischen Intrigen zwischen Dalinar (inzwischen unterstützt von Kaladin) und den anderen Großprinzen entwickelt sich auch eine immer spannendere Geschichte um Schallan, die mit Hilfe ihrer magischen Fähigkeiten und vielen geistreichen Einfällen in Kontakt mit einer zwielichtigen Gruppe kommt, bei der bislang unklar bleibt, ob diese im Auftrag einer der bereits bekannten Parteien arbeitet oder stattdessen eine ganz neue Partei darstellt, deren Ziele und Verbindungen erst in kommenden Bänden der Reihe geklärt werden. Das erste Rendevouz zwischen Schallan und Adolin dürfte den meisten Lesern auch lange in Erinnerung bleiben, da der Dialog zwischen den beiden doch gleichermaßen originell wie außergewöhnlich sein dürfte.

Neben Peter V. Bretts Dämonensaga und George R. R. Martins Lied von Eis und Feuer sind Brandon Sandersons Sturmlicht-Chroniken eine der drei besten komplexen Fantasy-Sagen der letzten Jahrzehnte.