Andi hat Dämonenzyklus 2: Das Flüstern der Nacht von Peter V. Brett besprochen
5 Sterne
Während der erste Band der Reihe ausschließlich aus der Perspektive der drei Hauptfiguren aus den nördlichen Ländern geschildert wurde, lernen wir nun einige Figuren aus den südlichen Ländern ganz neu kennen, die im ersten Band lediglich Nebenrollen gespielt haben. Band zwei macht den Leser mit der Kultur der Wüstenkrieger bekannt, und der Leser erlebt auch einen (kleinen) Teil der Geschichte, der schon aus Band 1 bekannt war, noch einmal aus einer neuen Perspektive.
Während die Dämonen, welche die Menschheit bei Nacht terrorisieren, in Band 1 noch dumm und rein instinktgetrieben dargestellt werden und vor allem durch ihre große Masse und ihre übermächtige Kampfkraft bedrohlich wirkten, erfährt der Leser (und auch die Protagonisten in der Geschichte) in Band 2 auch, dass es unter den Dämonen offenbar auch intelligentere Anführer gibt, die durchaus sehr zielgerichtet Pläne für den Kampf gegen die Menschheit entwerfen können.
Zwischenmenschliche Beziehungen, insbesondere solche, die stark durch gewalttätiges Erfahrungen geprägt sind, stellt Brett vielleicht nicht immer 100%-ig überzeugend dar, aber bei der immer epischer werdenden spannenden Geschichte kann man das dem Autor dann vielleicht doch verzeihen.
