Das war mir alles irgendwie zu platt. Der Twist an sich war ein schöner und – wie viele hier schon kommentierten – aktueller Kommentar technischer Entwicklungen, jedoch umrahmt von einem wirklich sehr mittelmäßigen Thriller. Dauernd werden Dinge ganz beiläufig in Gespräche hineingeschrieben, die zeigen sollen, dass recherchiert wurde zum Thema, jedoch so hölzern und meistens irrelevant für die Story, dass man einfach rüber skippen möchte. Das können bei Technologie-Themen nicht nur andere besser (Sibylle Berg), sondern auch Kling selbst (siehe Qualityland). Die Figuren könnten je ein Cliché weniger gebrauchen und das komplette Ende ab dem Twist wirkt so, als wäre die Abgabefrist schneller gekommen als gedacht (oder die Filmrechte zu dem Zeitpunkt schon verkauft worden). Ich hätte dem Buch sogar noch einen Stern mehr gegeben, hätte der letzte Satz mir nicht den Rest gegeben. Schade! Vielleicht braucht es, wie bei Qualityland, aber auch einfach einen zweiten Teil, um richtig ins …
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Bücher von schneuerwerk
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8% geschafft! schneuerwerk hat 3 von 36 Büchern gelesen.
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schneuerwerk hat Before the Coffee Gets Cold bewertet: 3 Sterne

Toshikazu Kawaguchi, Geoffrey Trousselot: Before the Coffee Gets Cold (2023, Pan Macmillan)
Before the Coffee Gets Cold von Toshikazu Kawaguchi, Geoffrey Trousselot
If you could go back in time, who would you want to meet?
In a small back alley of …
schneuerwerk hat The Book of Strange New Things bewertet: 3 Sterne
schneuerwerk hat Ungleich vereint bewertet: 4 Sterne

Ungleich vereint von Steffen Mau
Wer in der Ost-West-Debatte mit Schuldbegriffen operiert, ist schon auf dem Holzweg
schneuerwerk hat Views von Marc-Uwe Kling besprochen
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2 Sterne
Das war mir alles irgendwie zu platt. Der Twist an sich war ein schöner und – wie viele hier schon kommentierten – aktueller Kommentar technischer Entwicklungen, jedoch umrahmt von einem wirklich sehr mittelmäßigen Thriller. Dauernd werden Dinge ganz beiläufig in Gespräche hineingeschrieben, die zeigen sollen, dass recherchiert wurde zum Thema, jedoch so hölzern und meistens irrelevant für die Story, dass man einfach rüber skippen möchte. Das können bei Technologie-Themen nicht nur andere besser (Sibylle Berg), sondern auch Kling selbst (siehe Qualityland). Die Figuren könnten je ein Cliché weniger gebrauchen und das komplette Ende ab dem Twist wirkt so, als wäre die Abgabefrist schneller gekommen als gedacht (oder die Filmrechte zu dem Zeitpunkt schon verkauft worden). Ich hätte dem Buch sogar noch einen Stern mehr gegeben, hätte der letzte Satz mir nicht den Rest gegeben. Schade! Vielleicht braucht es, wie bei Qualityland, aber auch einfach einen zweiten Teil, um richtig ins Genre hineinzukommen.
schneuerwerk hat Meme Wars bewertet: 4 Sterne
schneuerwerk hat Extremely Online bewertet: 3 Sterne
schneuerwerk hat Der Osten: eine westdeutsche Erfindung von Dirk Oschmann besprochen
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4 Sterne
Bei dem Buch handelt es sich offenbar um eine Abrechnung. Der Ton ist, wie er ist, und wird schließlich auch im letzten Kapitel argumentiert. Was mich jedoch stört, ist, dass es größtenteils eine buchgewordene Glosse ist, die sich hinter immer wieder hinter wissenschaftlichem Stil versteckt.
Er wirft den eigenen Kritikern vor, dass sie nur oberflächliche Argumente bringen; die einzige genannte Studie, die jedoch nicht seine Punkte unterstützt, zieht er ins Lächerliche, ohne sie substanziell zu entkräften.
Generell wirft er lustig Zahlen aus Studien zusammen und vergleicht z.B. den Durchschnitt der einen Seite mit den Extrema der anderen (bei dem Mietenvergleich) und versucht damit den Durchschnitt zu entkräften. Auch scheint er teilweise auf Studien aufzubauen und dann Schlussfolgerungen zu treffen, die auf jeden Fall nicht mehr Teil des zitierten Texts sind und die auch schwer als Kausalität dargestellt werden können (etwa Heiratsunterschied Männer/Frauen und Osten/Westen).
Die Kampfansage gegen die differenzierte Auseinandersetzung …
Bei dem Buch handelt es sich offenbar um eine Abrechnung. Der Ton ist, wie er ist, und wird schließlich auch im letzten Kapitel argumentiert. Was mich jedoch stört, ist, dass es größtenteils eine buchgewordene Glosse ist, die sich hinter immer wieder hinter wissenschaftlichem Stil versteckt.
Er wirft den eigenen Kritikern vor, dass sie nur oberflächliche Argumente bringen; die einzige genannte Studie, die jedoch nicht seine Punkte unterstützt, zieht er ins Lächerliche, ohne sie substanziell zu entkräften.
Generell wirft er lustig Zahlen aus Studien zusammen und vergleicht z.B. den Durchschnitt der einen Seite mit den Extrema der anderen (bei dem Mietenvergleich) und versucht damit den Durchschnitt zu entkräften. Auch scheint er teilweise auf Studien aufzubauen und dann Schlussfolgerungen zu treffen, die auf jeden Fall nicht mehr Teil des zitierten Texts sind und die auch schwer als Kausalität dargestellt werden können (etwa Heiratsunterschied Männer/Frauen und Osten/Westen).
Die Kampfansage gegen die differenzierte Auseinandersetzung ist angekündigt, jedoch fühlt es sich stellenweise trotzdem wie intellektuelle Taschenspielertricks an, die es nicht gebraucht hätte. Denn der Stil und die teils assoziative Argumentation klappen und haben sehr offensichtlich auch ihren gewünschten Effekt gehabt. Auf der anderen Seite hat es dazu geführt, dass ich in zwei Zügen das Buch durchgelesen habe, also vielleicht waren auch das nur Mittel zum Zweck.
PS: Das Kunst-/Kultur-Kapitel fühlte sich an als mussten noch Seiten gefüllt werden.
schneuerwerk hat Unlearn Patriarchy von Friederike Otto besprochen
schneuerwerk hat Der siebte Tod bewertet: 2 Sterne
schneuerwerk hat Queer: eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute von Benno Gammerl besprochen
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5 Sterne
Alles, was ich von einem Sachbuch möchte. Gut geschrieben, zieht verschiedene Perspektiven mit ein und hat ausufernde Verweise auf weitere Quellen.
schneuerwerk hat A God in the Shed von J-F Dubeau besprochen
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1 Stern
This was … bad. The idea that, after a decade long killing spree, only the local police department would be involved because one guy was good with „avoiding press“ was bad. The cults in the open and the kind-of magic was bad. The romance was bad. Character introductions were bad and the fact that not a single character could exist without either being killed or believed to be the chosen one was bad. THAT THE FUCKING GOD COULD NOT SOMEHOW TIP OVER, DESTROY OR AT LEAST ARRANGE A POWER OUTAGE TO DEACTIVATE THE CAMERA WAS BAD WITH THE SHED BEING UNMONITORED MOST OF THE TIME!
This feels like someone found a writing prompt on Tumblr and just went with it. It was sold as horror without being ever scary but just bloody. I never thought more in my life: who would want another book of this?
schneuerwerk hat Faschismustheorien bewertet: 3 Sterne
schneuerwerk hat School for Good Mothers bewertet: 3 Sterne

Jessamine Chan: School for Good Mothers (2022, Simon & Schuster)
School for Good Mothers von Jessamine Chan
Frida Liu is struggling. She doesn’t have a career worthy of her Chinese immigrant parents’ sacrifices. What’s worse is she …

















