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Bücher von Andi

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Sophie Passmann: Alte weiße Männer (Paperback, German language, 2019, Kiepenheuer & Witsch)

Sophie Passmann ist Feministin und so gar nicht einverstanden mit der Plattitüde, der alte weiße …

Sophie Passmann formuliert überaus intelligent und mit sehr viel Humor. Allein schon der Schreibstil und Witz machen das Buch lesenswert. Auch wenn ich nicht unbedingt behaupten kann, aus der Lektüre dieses Buches weltbewegende neue Erkenntnisse gewonnen zu habe, halte ich es für sinnvoll (für Männer ebenso wie für Frauen), sich einmal mit den Meinungen der Autorin ebenso wie mit denen ihrer Interviewpartner beschäftigt zu haben. Und wie bereits gesagt -- witzig ist es auch noch.

Ich bin überrascht, dass das Buch hier bislang im Durchschnitt mit knapp 4 Sternen bewertet wird, die Rezensionen mit den meisten Likes das Buch jedoch überwiegend völlig zerreißen. Wie man dieses Buch als "antifeministisch" bezeichnen kann, ist mir wirklich ein Rätsel. Dass Sophie Passmann denjenigen Interviewpartnern, die sich tatsächlich ziemlich gut in die Kategorie alter weißer Mann einordnen lassen (die gibt es übrigens auch nach Ansicht von Sophie Passmann, wie man leicht feststellt, wenn man …

Philip K. Dick: A Scanner Darkly (Paperback, 2006, Gollancz)

A Scanner Darkly is a science fiction novel by American writer Philip K. Dick, published …

Der Dunkle Schirm wird zwar im Allgemeinen als Science-Fiction bezeichnet, enthält aber tatsächlich nur minimalste Science-Fiction-Elemente: eine erfundene, neuartige Droge und ein paar technische Spielereien, die zumindest 1977 noch nicht existierten.

Tatsächlich geht es in dem Roman um eine Gruppe drogenabhängiger Menschen und einen Drogenfahnder, der selbst Teil der Gruppe und stark drogenabhängig wird. Der Roman beschreibt in beeindruckender Weise, wie der Drogenkonsum die Menschen langsam und schleichend zerstört, und diese in einer eigenen trostlosen Welt dahinvegetieren, in der normales Gesellschaftsleben keine Rolle mehr spielt. Für einen außenstehenden Beobachter sind die skurrilen und absurden Ideen und Dialoge zwischen den Mitgliedern der Gruppe manchmal durchaus recht belustigend, lassen jedoch gleichzeitig erschreckend realistisch erkennen, wie die Drogen das vernünftige Denken und Fühlen der Menschen verkümmern lassen.

Isaac Asimov: Ich, der Roboter (Paperback, German language, 2015, Heyne Verlag)

"I, Robot" ist sicherlich eines der bekanntesten Werke von Asimov. Das Buch bettet mehrere Kurzgeschichten über menschenähnliche Roboter in eine nicht weiter erwähnenswerte Rahmenhandlung ein.

Seinerzeit war dieser Roman sicherlich ein innovatives Werk, das frühe Ideen zum Thema "künstliche Intelligenz" lieferte. Aus heutiger Sicht wirken viele dieser Ideen allerdings reichlich naiv. Die einzelnen Geschichten laufen nach folgendem Schema ab: Die Roboter reagieren in bestimmten Situationen nicht so, wie von ihren Besitzern erwartet. Man versucht zu analysieren, warum die Roboter so gehandelt haben, und am Ende stellt sich heraus, dass ihre Handlungsweise die angeblich einzig logische Konsequenz aus ihrer Programmierung war. Leider überzeugen die Erklärungen, warum dies jeweils die einzig logische Konsequenz war, überhaupt nicht.

Ein Klassiker, den man heutzutage nicht mehr unbedingt lesen muss.

hat Baudolino von Umberto Eco besprochen

Umberto Eco: Baudolino (2003, Harcourt)

Born a simple peasant in northern Italy, Baudolino narrates the story of his life, from …

Die ersten zwei Drittel des Romans sind extrem unterhaltsam und erinnern stark an Ecos Roman "Der Name der Rose". Mit Ecos unschlagbarem Humor demaskiert er erneut gekonnt die Scheinheiligkeit der katholischen Kirche im Mittelalter.

Leider wird der Roman im letzten Drittel sehr skurril und entwickelt sich zu einem religiös angehauchten Fantasy-Roman, den man mit viel gutem Willen als künstlerisch wertvoll bezeichnen kann; aber das Verlangen, mal ein paar Abschnitte zu überspringen, wird doch von Seite zu Seite immer größer.

Schade, mit einem anderen Ende hätte dies erneut ein Meisterwerk werden können.