"The art of the great Austian writer Stefan Zweig was a difficult balancing act. Zweig's major subject was human limitation, above all the ways in which the best of intentions can lead people into the murkiest of emotional and moral cul-de-sacs. And yet Zweig also hoped to illumine those dark places of the heart and mind, to show that it is not, finally, impossible to attain a true perspective on our limitations, even to care for each other. Zweig, much like his contemporary E.M. Forster, was liberal and humanist to the core, gambling on human goodness against the specters of oppression and despair."
"In 1938, Nazism forced Zweig into exile. Chess Story, sometimes known as The Royal Game, was the last thing he wrote before he and his wife committed suicide. This novella is a final effort to take the human measure of the inhuman. On a great ocean …
"The art of the great Austian writer Stefan Zweig was a difficult balancing act. Zweig's major subject was human limitation, above all the ways in which the best of intentions can lead people into the murkiest of emotional and moral cul-de-sacs. And yet Zweig also hoped to illumine those dark places of the heart and mind, to show that it is not, finally, impossible to attain a true perspective on our limitations, even to care for each other. Zweig, much like his contemporary E.M. Forster, was liberal and humanist to the core, gambling on human goodness against the specters of oppression and despair."
"In 1938, Nazism forced Zweig into exile. Chess Story, sometimes known as The Royal Game, was the last thing he wrote before he and his wife committed suicide. This novella is a final effort to take the human measure of the inhuman. On a great ocean liner, the world champion of chess confronts a lawyer with a surprising talent for the game in a tense contest of wit and will. How the lawyer acquired his skill and at what terrible cost are the substance of a story, in which, at the same time, quietly but unmistakably, the death knell of the Enlightenment is sounded."--Jacket.
Bäm, 95 Seiten die mich komplett wechgefetzt haben. Ich war weg, an einem anderen Ort- völlige Auflösung. Genie und Wahnsinn - Inselbegabung- soziale Isolation- das Ego- Zuflucht und Auflösung - Ruhe und Bodenhaftung- innerer Rückzug- losgelöst vom Materiellen- verhaftet im Greifbaren/Visuellen- Gegenstandsorientiert- Yin und Yang
Ähnlich wie Kafkas Novellen hing mir Stefan Zweigs posthum erschienene Schachnovelle als dauerinterpretiertes Schullektürewerk lange Zeit ziemlich zum Hals heraus. Aber schließlich habe ich sie dann doch mal wieder gelesen. Geht ja auch schnell....im Urlaub sollte das Büchlein locker an einem Nachmittag zu verdauen sein :)
Die Geschichte ist an sich ganz schnell erzählt: An Bord eines Passagierdampfers treffen der amtierende Schachweltmeister und ein Unbekannter Schachspieler aufeinander und spielen zwei Partien miteinander, wobei der Unbekannte die erste Partie gewinnt. Das wäre alles in allem ja noch nicht so bemerkenswert. Aber Zweig erzählt zunächst die Biografie des Schachweltmeisters Czentovic, der als eher minderbemittelter Waise in der Obhut eines Pfarrers zu einem ungebildeten, langsamen Bauern aufwächst, bis er eines Tages mehr zufällig sein Talent als Schachspieler entdeckt und die entsetzte Fachwelt mit seiner Primitivität und Arroganz vor den Kopf stößt. Der dagegen kultivierte und intelligente Unbekannte hat ein Martyrium ganz anderer Art …
Ähnlich wie Kafkas Novellen hing mir Stefan Zweigs posthum erschienene Schachnovelle als dauerinterpretiertes Schullektürewerk lange Zeit ziemlich zum Hals heraus. Aber schließlich habe ich sie dann doch mal wieder gelesen. Geht ja auch schnell....im Urlaub sollte das Büchlein locker an einem Nachmittag zu verdauen sein :)
Die Geschichte ist an sich ganz schnell erzählt: An Bord eines Passagierdampfers treffen der amtierende Schachweltmeister und ein Unbekannter Schachspieler aufeinander und spielen zwei Partien miteinander, wobei der Unbekannte die erste Partie gewinnt. Das wäre alles in allem ja noch nicht so bemerkenswert. Aber Zweig erzählt zunächst die Biografie des Schachweltmeisters Czentovic, der als eher minderbemittelter Waise in der Obhut eines Pfarrers zu einem ungebildeten, langsamen Bauern aufwächst, bis er eines Tages mehr zufällig sein Talent als Schachspieler entdeckt und die entsetzte Fachwelt mit seiner Primitivität und Arroganz vor den Kopf stößt. Der dagegen kultivierte und intelligente Unbekannte hat ein Martyrium ganz anderer Art hinter sich. Vor dem Anschluss Österreichs ans "Reich" war er Vermögensverwalter des österreichischen Adels. Die Nationalsozialisten, die an seinem Wissen interessiert waren, setzten ihn monatelang ohne jegliche Möglichkeit der Ablenkung in einem Hotelzimmer fest, um seinen Willen zu brechen und um an sein Wissen zu gelangen. Aus der Not heraus stiehlt er einem Aufseher ein Buch, dass sich als Sammlung berühmter Schachpartien erweist, die er von nun an im Geiste nachspielt, um so möglichst nicht verrückt zu werden. Nachdem er die Partien aber in- und auswendig kennt, verfällt er darauf, Partien gegen sich selbst zu spielen und entwickelt eine Art Persönlichkeitsspaltung: Er fällt in ein "Schachfieber"....
Während der Unbekannte alles stets vor seinem inneren Auge sieht (eingesperrt in sein Hotelzimmer gab es kein Schachachspiel), benötigt Czentovic stets das physische Schachbrett vor sich, um spielen zu können. Nachdem der Unbekannte die erste Partie gegen den Schachweltmeister gewinnt, lässt er sich entgegen seiner Überzeugung und seiner ursprünglichen Vorsichtsmaßnahmen, um nicht erneut wieder in ein "Schachfieber" zu fallen, dennoch auf die geforderte Revanche ein. Allerdings spielt Czentovic, der die Nervosität seines Gegenübers bemerkt hat, betont langsam, so dass der Unbekannte aus dem Takt gerät und Spiel und Realität im Zustand seines erneuten "Schachfiebers" nicht mehr unterscheiden kann....
Fazit: Spannend und kurzweilig geschrieben, macht diese Novelle auch Nicht-Schachmeistern großes Vergnügen. Insbesondere, wenn man auch die gelungene Verfilmung mit Curd Jürgens als Unbekannten und Mario Adorf als Czentivic kennt, die ihre Charaktäre congenial verkörpern.