Die Erzählung aus dem Jahr 1913 ist kaum an Düsternis zu überbieten. Der Kriminalfall im Jahr 1933 hingegen ist zwar spannend erzählt, für mich bleibt aber unklar, wie der Kommissar selbst zur eigentlichen Auflösung kommt.
Insgesamt erschafft Meyer ein stimmiges Bild, verwebt die beiden Geschichten eher lose und stellt das Phantastische hier wieder mehr aus als noch im vorangegangenen Titel.
Mit dem Ende schießt Meyer etwas über das Ziel hinaus. Es ist zwar sehr richtig, auf den historischen Hintergrund zu weisen, aber für mich hat es das doch zu einer eher unrunden Sache gemacht.
«Ein Roman, der grundsätzlich den richtigen Ton trifft, zwischen spöttischer Distanz, …
Gaming und Literatur
4 Sterne
Der Roman scheint sich an Bildungsbürger und Gamer gleichermaßen zu richten, und genau in diesem Spannungsfeld wächst der Protagonist auf. Erzählt wird seine Schulzeit an einer höheren Schule in Wien, wo er vor allem unter einem sehr strengen und eigensinnigen Klassenlehrer leidet. Neben seiner Schullaufbahn spielt er semi-professionell Age of Empires 2. Eine Liebesgeschichte ist auch dabei. Wir erfahren viel über Literatur und werden intensiv auf AOE2 eingenerdet. Das kann manchmal, je nachdem wozu man eher neigt, etwas zu viel Information sein, dennoch erzählt der Autor sehr unterhaltsam und wortgewandt und auf hohem schriftstellerischen Niveau. Einige der geschilderten Episoden sind auch sehr witzig. Es entsteht eine Art Kultur- und Sittengemälde der Wiener Jugend in den 2010er Jahren, ein Gesellschaftsroman, eine Coming-Of-Age Geschichte. Kein Buch, das tief bewegt, aber ich habe es sehr gern gelesen.
Der Roman scheint sich an Bildungsbürger und Gamer gleichermaßen zu richten, und genau in diesem Spannungsfeld wächst der Protagonist auf. Erzählt wird seine Schulzeit an einer höheren Schule in Wien, wo er vor allem unter einem sehr strengen und eigensinnigen Klassenlehrer leidet. Neben seiner Schullaufbahn spielt er semi-professionell Age of Empires 2. Eine Liebesgeschichte ist auch dabei.
Wir erfahren viel über Literatur und werden intensiv auf AOE2 eingenerdet. Das kann manchmal, je nachdem wozu man eher neigt, etwas zu viel Information sein, dennoch erzählt der Autor sehr unterhaltsam und wortgewandt und auf hohem schriftstellerischen Niveau. Einige der geschilderten Episoden sind auch sehr witzig. Es entsteht eine Art Kultur- und Sittengemälde der Wiener Jugend in den 2010er Jahren, ein Gesellschaftsroman, eine Coming-Of-Age Geschichte. Kein Buch, das tief bewegt, aber ich habe es sehr gern gelesen.
Ein Supersoldat, der seine glorreichen Tage hinter sich hat. Ein Träumer mit einem düsteren Geheimnis. …
Science Fiction Light für jüngeres Publikum
4 Sterne
Zu Beginn des 22. Jahrhunderts kämpft die Menschheit gegen ihr eigenes Vermächtnis: eine KI bestehend aus Nanobots, KAMI genannt, die jedes Lebewesen befällt. Die bisherige Strategie, alle Infizierten wegzusperren, geht nur nicht mehr auf. Fünf junge Menschen, die alle bisher eine mehr oder weniger wichtige Rolle in dem die ganze Welt umspannenden System zum Kampf gegen KAMI gespielt haben, werden von den Ereignissen überrollt.
Auch wenn ich die Charaktere allesamt spannend und auf ihre Art sympathisch finde, verpasst es die Autorin, ihnen mit mehr als nur kryptischen Andeutungen wirklich Tiefe zu verleihen. Den Ansatz, mittels Aktenauszügen mehr Informationen über die Charakter übermitteln zu wollen, hätte sie ruhig auch mehr für das Worldbuilding einsetzen können. Insgesamt liegt das Augenmerk mehr auf den Charakteren als auf der Welt.
Trotz der Kritik ist es dennoch ein Titel, der mich mitgerissen hat und meinen Geschmack trifft. Ich habe große Erwartungen an die …
Zu Beginn des 22. Jahrhunderts kämpft die Menschheit gegen ihr eigenes Vermächtnis: eine KI bestehend aus Nanobots, KAMI genannt, die jedes Lebewesen befällt. Die bisherige Strategie, alle Infizierten wegzusperren, geht nur nicht mehr auf. Fünf junge Menschen, die alle bisher eine mehr oder weniger wichtige Rolle in dem die ganze Welt umspannenden System zum Kampf gegen KAMI gespielt haben, werden von den Ereignissen überrollt.
Auch wenn ich die Charaktere allesamt spannend und auf ihre Art sympathisch finde, verpasst es die Autorin, ihnen mit mehr als nur kryptischen Andeutungen wirklich Tiefe zu verleihen. Den Ansatz, mittels Aktenauszügen mehr Informationen über die Charakter übermitteln zu wollen, hätte sie ruhig auch mehr für das Worldbuilding einsetzen können. Insgesamt liegt das Augenmerk mehr auf den Charakteren als auf der Welt.
Trotz der Kritik ist es dennoch ein Titel, der mich mitgerissen hat und meinen Geschmack trifft. Ich habe große Erwartungen an die Fortsetzung.