»Der Osten hat keine Zukunft, solange er nur als Herkunft begriffen wird.«
Was bedeutet …
Natürlich überspitzt, aber definitiv zum Denken anregend. Mit vielen der genannten Vorurteile sehe ich mich selbst heute noch immer wieder konfrontiert. Ein paar positive Beispiele hätten aber sicher nicht geschadet.
Natürlich überspitzt, aber definitiv zum Denken anregend.
Mit vielen der genannten Vorurteile sehe ich mich selbst heute noch immer wieder konfrontiert.
Ein paar positive Beispiele hätten aber sicher nicht geschadet.
Eine weitere düstere Geschichte in einer noch viel düsteren Welt. Inspiriert von Märchen und Poesie gibt Ava Reid dem Buch wieder sein ganz eigenes Tempo, auch wenn der Fluss diesmal durch zwei unterschiedliche Plots, deren Verbindung doch eher lose wirkt, etwas unruhig ist.
Es ist faszinierend, wie es Schreibenden wie Martin Suter gelinkt, die Worte zum Leben zu erwecken. Die Szenen sind so ausgeschmückt, dass es einen hineinzieht.
Dabei entfaltet gerade die Tatsache, dass dieses Buch bereits ein Viertel Jahrhundert alt ist, einen gewissen Witz.
Während Suter mittels einer Szene im leeren Büro des Assistenten einen Kontrast zwischen dem renommierten Anwalt, für den der Schein nach Außen alles ist, und dem jüngeren Nachwuchsanwalt, der sich zwar mächtig ins Zeug legt, um Anerkennung zu bekommen, am Ende aber trotzdem noch viel zu lernen hat, schaffen möchte, brachte mich die Szene mit Sätzen wie "Eine endlose Formation fliegender Toaster flog vorbei" sehr zum lachen. Zu absurd ist die Vorstellung, dass wir uns vor 25 Jahren irgendwelche witzigen Programme runtergeladen haben, um den Standard-Bildschirmschoner zu ersetzen, zumal Bildschirmschoner heute einfach nicht mehr genutzt werden.
Auch lässt Suter seinen Protagonisten nach der Nutzung einer …
Es ist faszinierend, wie es Schreibenden wie Martin Suter gelinkt, die Worte zum Leben zu erwecken. Die Szenen sind so ausgeschmückt, dass es einen hineinzieht.
Dabei entfaltet gerade die Tatsache, dass dieses Buch bereits ein Viertel Jahrhundert alt ist, einen gewissen Witz.
Während Suter mittels einer Szene im leeren Büro des Assistenten einen Kontrast zwischen dem renommierten Anwalt, für den der Schein nach Außen alles ist, und dem jüngeren Nachwuchsanwalt, der sich zwar mächtig ins Zeug legt, um Anerkennung zu bekommen, am Ende aber trotzdem noch viel zu lernen hat, schaffen möchte, brachte mich die Szene mit Sätzen wie "Eine endlose Formation fliegender Toaster flog vorbei" sehr zum lachen. Zu absurd ist die Vorstellung, dass wir uns vor 25 Jahren irgendwelche witzigen Programme runtergeladen haben, um den Standard-Bildschirmschoner zu ersetzen, zumal Bildschirmschoner heute einfach nicht mehr genutzt werden.
Auch lässt Suter seinen Protagonisten nach der Nutzung einer Suchmaschine daran erinnern, "dass das einer der Gründe gewesen war, weshalb er das Interesse am World Wide Web verloren hatte - das Überangebot an Informationen."
Die dunkle Seite des Mondes regt zum Nachdenken an und ist dabei zwar nichts für schwache Nerven, dafür aber definitiv ein Erlebnis - um nichts zu sagen - ein Trip.