Lina Nox hat Vanitas - Grau wie Asche bewertet: 2 Sterne

Liest und hört gerne und viel.
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Die Protagonistin tritt weiterhin viel zu unüberlegt auf, und dass obwohl die Gefahr bedeutend größer ist als noch im ersten Teil und es absolut keinen Grund für ihr Handeln gibt. Auch wird der Kriminalfall, der dieses Buch begleitet, nicht ansatzweise so spannend erzählt, wie wir es im ersten Buch erlebt haben. Wirklich Spannung kam erst gegen Ende auf.
Ihr habt Vorurteile, wir haben Vorurteile, nur der einen Seite schaden sie mehr als der anderen.
Kasih erzählt von dem Brand, für den ihre beste Freundin festgenommen wurde. Und damit wir verstehen, erzählt sie von ihrer Kindheit, Jugend und Gegenwart mit ihren Freundinnen Saya und Hani. Von dem Abgehängtsein in einer Gesellschaft, die sie alle drei ablehnt. Der Wut, der Müdigkeit, der Ohnmacht.
Shida Bazyar führt uns in ihrer gut durchdachten Erzählung an der Nase herum und spricht Wahrheiten aus, die wehtun und nachhallen.

Katharina Blum, die Zentralfigur dieser Erzählung, ist eine junge hübsche Haushälterin, die nebenberuflich bei Empfängen und Festlichkeiten die Buffets besorgt …

Eine erste Liebe zwischen Festhalten und Vernichten, Aussterben und Weiterleben
Es brennt. In den Wäldern und auf den Screens. …
Rosa und Alessandro haben ganz Sizilien gegen sich aufgebracht. In ihrer atemlosen Flucht versuchen sie, die Geheimnisse ihres Fluches zu lüften und dem Ganzen ein Ende zu setzen.
Kai Meyer beendet seine Trilogie und führt all die losen Enden zusammen. Allerdings bleiben doch einige kleine Dinge ohne Payoff und werden nie wieder angesprochen. Auch verliert er sich in diesem Buch häufiger in ausschweifende Landschaftsbilder, die den Lesefluss behindern.
Dennoch ein würdiges Ende
Der Kampf gegen die Künstliche Intelligenz KAMI geht in die Schlussphase, aber während einige der Protagonisten langsam verstehen, dass es eine andere Lösung geben muss, lassen sich die anderen weiter vom Militär vorführen.
Wie in meiner Besprechung zum ersten Band Neon Birds erwähnt, ist das Worldbuilding nicht sehr ausgeprägt. Graßhoff deutet vieles nur an, lässt die Lesenden aber doch mit vielen offenen Fragen zurück. Auch die Charakterentwicklung kann der Handlung nicht folgen, einige Charakter bleiben, so sympathisch sie vielleicht auch sind, sehr unscheinbar zurück. Insgesamt sind einfach zu viele Ideen skizziert, aber nicht ausgeführt worden. Dazu mag das hier keine Reihe sein, bei der sprachliche Glanzleistungen zu erwarten sind. Aber ich schließe gerne mit dem einzigen Wort, das die Autorin zum Fluchen kennt, ab: Scheiße.

Außerirdische Wesen haben gegen Ende unseres Jahrhunderts die Erde besucht. Niemand hat sie gesehen, keiner weiß, woher sie kamen und …

An der bulgarischen Schwarzmeerküste entsteht in den 50er-Jahren ein Ferienort: Goldstrand – geplant als Platz an der Sonne für alle. …
Mit Leichtigkeit und wenig Tiefe erklärt Autorin Poladjan, dass wir mehr sind, als nur unsere Wünsche und Enttäuschungen.
Was genau die Jury der Leipziger Buchmesse in diesem Roman aber gesehen hat, bleibt mir ein Rätsel.

Hier wird sich einfach nur Elemente verschiedenster Werke, mal mehr, mal weniger bekannt, bedient und das ganze zusammengewürfelt. Aber ein Alleinstellungsmerkmal fehlt komplett. Die Charaktere handeln teils sehr widersprüchlich und wollen nicht wirklich sympathisch werden.
Der Titel "Das Buch der verlorenen Stunden" trifft es für mich auf den Punkt.
Hier wird sich einfach nur Elemente verschiedenster Werke, mal mehr, mal weniger bekannt, bedient und das ganze zusammengewürfelt. Aber ein Alleinstellungsmerkmal fehlt komplett. Die Charaktere handeln teils sehr widersprüchlich und wollen nicht wirklich sympathisch werden.
Der Titel "Das Buch der verlorenen Stunden" trifft es für mich auf den Punkt.