Kurz nachdem Bob Johansson beschlossen hat, sich nach dem Tod einfrieren zu lassen, stirbt er …
Raum für expontentielle Entwicklung
3.0 stars
Neben einem angenehmen Lesefluss zeugen optimistische Protagonisten in einer dystopischen Welt basierend auf einem soliden Konzept von guter Science Fiction. Die Ausgestaltung von gesellschaftlichen Konflikten oder biologischen Zwängen steht dabei weder im Fokus der Protagonisten noch des Werkes, wodurch abseits des Kernkonzeptes eine insgesamt oberflächliche Betrachtungsebene verbleibt. Das Ende klingt aus, verbleibt aber offen und bietet daher auch die Möglichkeit, dass diese Betrachtung sich in Fortsetzungen noch ausdifferenziert.
@qbi Diese Rezension ist für mich unverständlich, Nymoen unterstützt das Konzept einer Volksseele oder sowas schlicht eben nicht wie er auch argumentiert, dass darin ja das Versprechen des liberalen Staates - der sich ja angeblich gegen autoritäre Fremde verteidigt - bricht, dem Individuum Selbstverwirklichung zu ermöglichen .
Außerdem entziehen sich Menschen der Mobilisierung ja nicht wie sie eine legale Partei einfach legal nicht wählen, sie entziehen sich IMMER ILLEGAL ihrem autoritär gewordenen Staat (der Definitionsgewalt der Legalität), der sie im Ernstfall zwingen will, der sie beherrscht, der sie aktiv wieder einfängt und ihre Auslieferung verlangt also sie bei Bedrohung seiner Existenz nicht sie schützt sondern sie für sich nun gefährdet gegen ihren Willen. Der Staat zeigt nun, er ist immer das gewesen wovor er vorgibt zu verteidigen. Das für die, die immer schon mitmachen wollten, alles so bleibt - das ist ja auch in einer Diktatur trivial.
Was …
@qbi Diese Rezension ist für mich unverständlich, Nymoen unterstützt das Konzept einer Volksseele oder sowas schlicht eben nicht wie er auch argumentiert, dass darin ja das Versprechen des liberalen Staates - der sich ja angeblich gegen autoritäre Fremde verteidigt - bricht, dem Individuum Selbstverwirklichung zu ermöglichen .
Außerdem entziehen sich Menschen der Mobilisierung ja nicht wie sie eine legale Partei einfach legal nicht wählen, sie entziehen sich IMMER ILLEGAL ihrem autoritär gewordenen Staat (der Definitionsgewalt der Legalität), der sie im Ernstfall zwingen will, der sie beherrscht, der sie aktiv wieder einfängt und ihre Auslieferung verlangt also sie bei Bedrohung seiner Existenz nicht sie schützt sondern sie für sich nun gefährdet gegen ihren Willen. Der Staat zeigt nun, er ist immer das gewesen wovor er vorgibt zu verteidigen.
Das für die, die immer schon mitmachen wollten, alles so bleibt - das ist ja auch in einer Diktatur trivial.
Was stimmt an dieser Staatskritik mit der Realität nicht überein? Warum sollte es schlecht sein Krieg zunächst einmal zu definieren zumal ja dort bereits ein wesentlicher Grundstein seiner Staatskritik - Staaten erklären einander formal den angeblich notwendigen Krieg und missbrauchen Bürger ihn dann auszutragen - liegt?
Der vierte Mann ging auf Gudrun »Gudi« Sigrundsdóttir zu,
die rechte Hand unter seinem Overall, am Griff seiner Elektro-
waffe.
Die durchschnittliche Armlänge bei Frauen beträgt etwa
siebenhundertsechzig Millimeter, aber Gudi kam auf neunhun-
dertzehn Millimeter. Sie erwischte den Mann mit einem einzi-
gen Stoß, zwei flache Hände vor die Stirn, unkonventionell, aber
wirksam genug, der Sadhu ging grunzend zu Boden, Gudrun
zwängte sich in die Fahrerkabine, auf den Hocker.
Sie gab Gas.
Der schmale Bus knatterte los.
[...]
Sie hatte keine Angst vor diesen Kerlen,
sie hatte vor kaum etwas Angst, aber sie musste sie abschütteln.
Liest sich wirklich wie ein Negativbeispiel für angehende Autoren:
Wozu diese Fun Facts? Sechsundsiebzig und einundneunzig cm klingt nicht beeindruckend genug?
Das hier soll eine "Thriller"-Szene sein - wo? Keine Angst aber doch?
Warum muss ein seit 5 Seiten existierender Charakter ohne wirkliche Eigenschaften (außer wie immer die gleiche Marionette der Autoren zu sein) bereits andauernd ohne Beziehungsebene in allerlei wilden Namenskombinationen variiert werden?
Warum werden selbst längere Sätze so zerhackt? "Sie zwängte sich auf den Hocker in der Fahrerkabine und gab Gas." fertig.
Warum knattert ein Bus? Wir sind hier den Gärten des "Europa-Park"s, der von der Großmacht-Klimaallianz unter militärischem Druck erzwungenen Weltordnung durch vershiedene Länder gestaltet einen Klon des Eisbach II mit 27m/s Fließgeschwindigkeit enthält, aber da knattert einfach ein Zweitackter "Daihatsu S60 Kastenwagen [...] mit eins vierzig Breite" durch, weil das mit den E-Autos hat die Allianz leider verpeilt. Dafür haben …
Liest sich wirklich wie ein Negativbeispiel für angehende Autoren:
Wozu diese Fun Facts? Sechsundsiebzig und einundneunzig cm klingt nicht beeindruckend genug?
Das hier soll eine "Thriller"-Szene sein - wo? Keine Angst aber doch?
Warum muss ein seit 5 Seiten existierender Charakter ohne wirkliche Eigenschaften (außer wie immer die gleiche Marionette der Autoren zu sein) bereits andauernd ohne Beziehungsebene in allerlei wilden Namenskombinationen variiert werden?
Warum werden selbst längere Sätze so zerhackt? "Sie zwängte sich auf den Hocker in der Fahrerkabine und gab Gas." fertig.
Warum knattert ein Bus? Wir sind hier den Gärten des "Europa-Park"s, der von der Großmacht-Klimaallianz unter militärischem Druck erzwungenen Weltordnung durch vershiedene Länder gestaltet einen Klon des Eisbach II mit 27m/s Fließgeschwindigkeit enthält, aber da knattert einfach ein Zweitackter "Daihatsu S60 Kastenwagen [...] mit eins vierzig Breite" durch, weil das mit den E-Autos hat die Allianz leider verpeilt.
Dafür haben die Autoren scheinbar durchgerechnet ob die Szene aufgeht, was sie nur noch unwirklicher macht.
Der Handlungsstrang funktioniert in Band 2 halbwegs aber ums Klima geht überhaupt nicht, viel eher um Esoterik und Prestige.
Konzeptionell zunächst etwas primitiv entwickelt sich doch ein erstaunlicher Einblick in eine kleine moderne Gemeinschaft, die versucht zurück zur Natur zu streben. Diese Version der Zukunft ist erzählerisch gänzlich frei von Politik, Gesellschaft oder Technik (und auch technischem), aber eben nicht von dieser individuellen Gemeinschaft und ihren Spannungen, roher aber auch kontaminierter Natur und dann doch zivilisatorischen Abhängigkeiten. Hier herrscht tatsächlich der Mensch diffus aber direkt mit sich selber und Exaktheit ist ihm fremd. Die Frage, ob moderner sesshafter Mensch und Naturreservat zukünftig kompatibel sind, seien müssten oder sollten, lässt sich letztendlich noch nicht einmal auf dieser Ebene der kleinen Gemeinschaft beantworten. Dennoch bietet das Werk eine ganz eigentümlich dokumentarische aber erzählerisch emotionale Atmosphäre und individuelle Perspektive auf diese Menschen und ihre neue und doch wieder alte Kultur, so als habe man tatsächlich eine Zeit lang eine Gruppe verständiger vertrauter Affen nicht distanziert aber als Fremder und doch aus ihrer …
Konzeptionell zunächst etwas primitiv entwickelt sich doch ein erstaunlicher Einblick in eine kleine moderne Gemeinschaft, die versucht zurück zur Natur zu streben. Diese Version der Zukunft ist erzählerisch gänzlich frei von Politik, Gesellschaft oder Technik (und auch technischem), aber eben nicht von dieser individuellen Gemeinschaft und ihren Spannungen, roher aber auch kontaminierter Natur und dann doch zivilisatorischen Abhängigkeiten. Hier herrscht tatsächlich der Mensch diffus aber direkt mit sich selber und Exaktheit ist ihm fremd.
Die Frage, ob moderner sesshafter Mensch und Naturreservat zukünftig kompatibel sind, seien müssten oder sollten, lässt sich letztendlich noch nicht einmal auf dieser Ebene der kleinen Gemeinschaft beantworten.
Dennoch bietet das Werk eine ganz eigentümlich dokumentarische aber erzählerisch emotionale Atmosphäre und individuelle Perspektive auf diese Menschen und ihre neue und doch wieder alte Kultur, so als habe man tatsächlich eine Zeit lang eine Gruppe verständiger vertrauter Affen nicht distanziert aber als Fremder und doch aus ihrer Perspektive beobachtet.
Ein Einsames Huas. Eine Frau mit Handicap. Hilflos. Zornig. Und sehr kreativ.
Nach einem …
Von Signalen
4.0 stars
Ein typischer Poznanski Thriller aber auch ein Landhaus-Krimi der feinen Gesellschaft mit starken detektivischen Zügen, der mit Leichtigkeit ganz niedrigschwellig aus dem Handgelenk die Problematik von Positionsdaten und ihrer Interpretation in verschiedenen Szenarien durchspielt. Final bleibt sich grundsätzliche Gedanken zu Signalen - auch neben offensichtlich technischen - zu machen: Wessen Signale in welcher Form erhält man überhaupt, welche werden wie manipuliert, fehlen oder bleiben trotz Beobachtung aus, wie könnte oder sollte man was in Verbindung interpretieren.
Mir ist da heute was im Bücherschrank über den Weg gekrochen... ich bin noch selber entsetzt es mit genommen zu haben.
Das Buch ist zwar etwas dicker, das Personenverzeichnis enthält aber bereits 47 Charaktere (12 Seiten pro Person). Hoffentlich ist wenigstens der angedeutete Haupthandlungsstrang diesmal nicht auf das letzte Drittel beschränkt.
Ein wiederentdeckter Planet, ein verlorenes Experiment, ein Paradies, das zu einem Gefängnis wurde.
Vor …
Manchmal muss man ja auch glücklicher Erster sein also hab ich den einzigen 4. Band spontan im Bahnhofskiosk mitgenommen. (Veröffentlichung ist wohl erst eine Woche her und hat sogar nen Schnittfehler auf Seite 137)
In ferner Zukunft landet das mächtige Raumschiff »Der Unbesiegbare« auf dem Planeten Regis III, um …
Vom Unbesiegbaren
5.0 stars
Wer befürchtet, die Andeutungen des Buchrückens von Konsequenzen für das ganze Universum und menschlicher Hybris fänden sich rein pathetisch in diesem Buch, wird erleichtert sein. Dieser Roman fasziniert vor allem durch die Ideen einer antiken Science-Fiction, in der allein Lems Begriffsschöpfungen von Automaten und Apparaturen zur planetaren Erkundung roh, klobig und rein funktional sind. Weder verspielte Digitalisierung noch ein umwerbender Marketingsprech sind hier zu finden, der Mensch herrscht hier noch absolut als Mensch auch im bewussten Selbstverständnis herrschen zu wollen über die von ihm separierte Technik (zwar bemüht aber im Selbstverständnis keinesfalls genötigt diese Distanz zu halten) und gerade an diesem den Roman verstärkenden Eindruck wirkt die Kluft zur Moderne umso bereichernder.
Wie steht es heute um unser Verhältnis zur nicht-menschlichen Umwelt, um unseren Herrschaftsanspruch, um den Unbesiegbaren?
Werden wir wirklich objektiv informiert? Die Tagesschau ist die wichigste Nachrichtenmarke des Landes. Millionen Menschen …
Sammlung von Symptomen im Anekdoten-Rausch
3.0 stars
Bemüht in einer möglichst nüchterne Art werden Anekdoten in einen Lesefluss gespeist, verknüpft oder thematisch gruppiert um einen Einblick ins Innere der Tagesschau zu bieten. Dieser unvollständinge und durchaus subjektiv geprägte Bericht - es existieren auch lediglich drei Seite ergänzende Anmerkungen - sei dem durchaus unparteiisch auftretendem Autor gegönnt dabei auch in Seitenhieben gegen vermeintlich Linksradikale erkennbar am barfüßigen Gang und Ingwerwasser Geschlürfe zu schießen. Analytisches hingegen sollte man von diesem Werk nichts erwarten. Selbst wenn der Autor gelegentlich ausholt, dann beispielsweise widersprüchlich wenn er nach seinem Plädoyer gegen den Staatsfunk situativ eine Wiedergabe von staatlicher Verfassungsposition empfiehlt, endet er langfristig in einem Modus des die Twenty berichtet dies, sollte es nicht, die Twenty berichtet dies nicht, sollte es doch, der natürlich die simple Antithese der Ausgewogenheit mit man könne es nicht allen Recht machen beschwört. Diese Erwiderung ist selbstverständlich genauso platt und falsch wie sich damit das fehlende argumentative …
Bemüht in einer möglichst nüchterne Art werden Anekdoten in einen Lesefluss gespeist, verknüpft oder thematisch gruppiert um einen Einblick ins Innere der Tagesschau zu bieten. Dieser unvollständinge und durchaus subjektiv geprägte Bericht - es existieren auch lediglich drei Seite ergänzende Anmerkungen - sei dem durchaus unparteiisch auftretendem Autor gegönnt dabei auch in Seitenhieben gegen vermeintlich Linksradikale erkennbar am barfüßigen Gang und Ingwerwasser Geschlürfe zu schießen.
Analytisches hingegen sollte man von diesem Werk nichts erwarten. Selbst wenn der Autor gelegentlich ausholt, dann beispielsweise widersprüchlich wenn er nach seinem Plädoyer gegen den Staatsfunk situativ eine Wiedergabe von staatlicher Verfassungsposition empfiehlt, endet er langfristig in einem Modus des die Twenty berichtet dies, sollte es nicht, die Twenty berichtet dies nicht, sollte es doch, der natürlich die simple Antithese der Ausgewogenheit mit man könne es nicht allen Recht machen beschwört.
Diese Erwiderung ist selbstverständlich genauso platt und falsch wie sich damit das fehlende argumentative Grundgerüst worüber die Tagesschau grundsätzlich berichten solle aufzeigen lässt. Dennoch werden eine Menge erschreckend banaler Symptome eines schlechten Journalismus und so mancher Strukturen von der Willkür getroffener Entscheidung über faktische Fehler bis hin zum Einfluss anderer Medien oder der Aufmerksamkeitsökonomie aufgezeigt und aus der Innensicht erläutert.
Die Kritik dieser Symptome ist richtig und sollte weder verkannt, verachtet oder verlacht werden.
Von dem Gala-Journalismus und der Erregungsökonomie, nachdem darüber alle gesprochen haben bin ich doch mal gespannt was die "salzigen" Autoren aus so manchem Buchmessetalk liefern oder nachgebessert haben.
(https://youtu.be/SpXOdIyFTAg ARD Buchmesse 21.10.2022)
Werden wir wirklich objektiv informiert? Die Tagesschau ist die wichigste Nachrichtenmarke des Landes. Millionen Menschen …
Da sich auf meinem Bord zu viele schlechte Bücher einreihen habe ich was frisches besorgt... und dann doch zu dem mir unbekannten gegriffen. Bisher überraschend faktisch nüchterner Bericht, bin gespannt wie sich das entwickelt, gerade weil auf der Rückseite ja so einige Triggerpunkte aufgezählt werden.
Eine Klima-Allianz – Unsere letzte Chance? Der Klimawandel – eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes steht uns …
Grotesk
0.5 star
Utopien zu konstruieren ist nicht gerade leicht, allein weil sie die Zukunft betreffen. Die gewählte Form ist jedoch bereits mangelhaft: Einerseits versucht das Werk große Zusammenhänge zu fassen, anderseits persönliche Perspektiven darauf zu bieten. Das Ergebnis dieses Widerspruchs sind unpersönliche Charaktere mit wenn nicht kindlichen dann hölzernen Dialogen in einer Ansammlung mühsam aneinander getackerter staccatoartig steifer Berichtsfetzen, die nur eine Fassade von Internationalität erzeugen können, bestenfalls unterbrochen von vom Thema abschweifenden pseudophilosophisch undurchdachten oder belanglosen hyperpräzisen Wissenseinschüben.
Science Fiction lebt von einer Idee und auf die Prämisse eines Klimabündnisses könnte man sich einlassen, wäre der Autor nicht bereits so fantasielos explizit gegenwärtige Persönlichkeiten einbinden zu müssen (der Roman hätte oberflächlich nicht schlechter altern können) und damit bereits an der Genre Verortung zu rütteln. Die folgende inhaltliche Schlichtheit lässt sich problemlos als Schülerwitz erzählen: Ein Amerikaner, ein Chinese und ein Russe kommen in ne Bar und machen Weltfrieden aber Rossmann …
Utopien zu konstruieren ist nicht gerade leicht, allein weil sie die Zukunft betreffen. Die gewählte Form ist jedoch bereits mangelhaft: Einerseits versucht das Werk große Zusammenhänge zu fassen, anderseits persönliche Perspektiven darauf zu bieten. Das Ergebnis dieses Widerspruchs sind unpersönliche Charaktere mit wenn nicht kindlichen dann hölzernen Dialogen in einer Ansammlung mühsam aneinander getackerter staccatoartig steifer Berichtsfetzen, die nur eine Fassade von Internationalität erzeugen können, bestenfalls unterbrochen von vom Thema abschweifenden pseudophilosophisch undurchdachten oder belanglosen hyperpräzisen Wissenseinschüben.
Science Fiction lebt von einer Idee und auf die Prämisse eines Klimabündnisses könnte man sich einlassen, wäre der Autor nicht bereits so fantasielos explizit gegenwärtige Persönlichkeiten einbinden zu müssen (der Roman hätte oberflächlich nicht schlechter altern können) und damit bereits an der Genre Verortung zu rütteln.
Die folgende inhaltliche Schlichtheit lässt sich problemlos als Schülerwitz erzählen: Ein Amerikaner, ein Chinese und ein Russe kommen in ne Bar und machen Weltfrieden aber Rossmann erzählt weiter (denn das seien morgen Internationalisten) aber jetzt kommt ein patriotischer böser Russe, ein patriotischer heimtückischer Chinesen und ein verlogener, scheinheiliger und auch sonst moralisch verkommener - Überraschung - Araber um zu stören.
Man könnte meinen hier handle es sich um tief verwurzelten Rassismus und billige Ressentiments, viel wahrscheinlicher ist jedoch Rossmann hat dafür genauso wenig Verständnis wie für sonstige Gesellschaftsprozesse, Diplomatie oder Weltpolitik im allgemeinen und da haben auch all die Recherche-Flicken nichts beizutragen. Das Werk löst keinerlei Widersprüche auf, liefert keinerlei Erkenntnisgewinn und gibt keinerlei Anschein sich mit der Thematik des Klimawandels überhaupt beschäftigen zu wollen.
200 Seiten braucht dieser Roman um zur versprochenen Prämisse der Buchrückseite vorzustoßen um dann in der notwendigen Rede an die "Landsleute" und den Leser der (selbstverständlich amerikanischen) Präsidentin bereits zu scheitern denn es brauche für Klimaschutz unter anderem nur eine einmalige Vermögenssteuer ab 3 Mio. aber bei Ehepaaren erst ab 4,5 Mio. von 12-25%, AGs nur 8%, natürlich 100% Abrüstung, einen Zwang für Brasilien zum Regenwaldschutz und für Nigeria zur 1-Kind-Politik und das ist selbstverständlich militärischer aufrüstender Zwang. Vier Seiten dieser Rede füllt ein Autor, Mitbegründer der Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, mit Bevölkerungsentwicklungsentwicklung. Allein das Wort "Öl" hingegen scheint ein Tabu.
Diesen Unsinn kann auch die herbeigeschriebene Fusion manches Stückwerkes in einen vorhersehbaren Spannungsanstieg nicht retten. Selbst wenn Rossmann nur diesen letzten Abschnitt im Epilog zur Entstehung des Romanes als Teil des Romanes im Gespräch mit Gerhard Schröder meint, die Bezeichnung Thriller bleibt auch hier wie weite Teile des Romanes schlicht einfach grotesk.
Eine Klima-Allianz – Unsere letzte Chance? Der Klimawandel – eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes steht uns …
Ach du je, nationalistische Nationen, die sich nun ihrer Patrioten erwehren müssen, da ist doch was nicht ganz knusper, das hat doch kein Unternehmer sondern ein Fünftklässler verfasst.
Habe in die Danksagung vorgeblättert - da wird Christian Wulff und Hans Werner Sinn gedankt. Oh. Scheinbar war da eine ganze Rasselbande Fünftklässler ausschlaggebend.
Wie soll man dieses Buch bloß einordnen? So froh doch nicht die ganze Reihe auf einen Rutsch gekauft zu haben. :/
John Openshaw erhält einen seltsamen Brief mit fünf Apfelsinenkernen darin. Schon sein Onkel und sein …
Kann man mal gelesen haben
2.5 stars
Reine Unterhaltungskrimis, die den Spannungsbogen halten durch eine häppchenweise Aufklärung und den Geniekult um Holmes und seine vermeintlich geniale Art Schlüsse zu ziehen, die man dem Leser gar nicht erst erlaubt. Zusammen mit der alten Ausrucksweise kann man dem ganzen als Zeitzeugnis etwas abgewinnen.