Hemera hat Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter zu Ende gelesen

Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter
Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in dieselbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und …
Leser von SciFi und Bücherschrankzeug.
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26% geschafft! Hemera hat 13 von 50 Büchern gelesen.

Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in dieselbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und …
Es ist nicht einfach nur die Apokalypse, es ist auch wieder einmal die Apokalypse der Gesellschaft, die Atomisierung in Familien, der Streit um die Säge um selbst in der Asche gegeneinander Holz zu fällen statt miteinander. Pausewang bietet einen Einblick in die vergangenen Perspektiven und die deutsche Spielart des Weltuntergangs, darüber hinaus herrscht jedoch nur ein apokalyptisches Werk vor: Man könnte annehmen im dystopischen läge Erkenntnis, man realisiert jedoch wo banalstes Miteinander zum revolutionären Gedanken würde und sei es nur das Teilen einer Säge, bleibt das Werk nur eine moralistisch angestaubte Sammlung ausgestopfter Trivialgedanken zum Thema Apokalypse.
Gedanken zu folgen, die zu denken gemäß ihrer Definition sich der Existenz widersetzen, ist überraschend erhellend. Gibt es Werke darum bemüht die Welt aufklärerisch als reinen Widerstreit der Interessen zu verstehen, so abstrahiert dieses das Verständnis noch auf die Ebene der Ideen als Akteure an sich. Wie bei Science Fiction üblich lebt das Werk allein von der Idee von den Ideen mehr als Charakteren - wenn mich die Erinnerung nicht trügt erinnere ich mich ihrer kaum - und so ist es letztendlich auch schwer dem Werk anzulasten, dass sich verfasst durch einen menschlichen Autor keine nicht-menschlichen Gedanken fanden der Idee ein nicht-triviales gar undenkbares Ende zu bescheren. Dieses Buch zu lesen bleibt dennoch eine gute Idee.
Richter analysiert keinerlei Verhältnisse, verbannt alles geschichtlich umfassendere Rahmenwerk in den Anhang und schreibt stumpf und emotionslos aus Sicht eines Ich-Erzählers wie passiert was passiert und dies vielleicht nicht nur aus der Naivität eines Kindes heraus sondern auch aus Sicht des Passivisten, der sich vielleicht gerade deshalb fragen soll, er wäre nie so richtig mitgelaufen aber hätte er nicht deshalb mehr machen müssen. "Die Reihe für junge Menschen, die mitdenken wollen" heißt es auf der Rückseite, diese als Zielgruppe trifft es immer noch.
Richter analysiert keinerlei Verhältnisse, verbannt alles geschichtlich umfassendere Rahmenwerk in den Anhang und schreibt stumpf und emotionslos aus Sicht eines Ich-Erzählers wie passiert was passiert und dies vielleicht nicht nur aus der Naivität eines Kindes heraus sondern auch aus Sicht des Passivisten, der sich vielleicht gerade deshalb fragen soll, er wäre nie so richtig mitgelaufen aber hätte er nicht deshalb mehr machen müssen. "Die Reihe für junge Menschen, die mitdenken wollen" heißt es auf der Rückseite, diese als Zielgruppe trifft es immer noch.