Dass es im Süden vor dem Bürgerkrieg schwarze Sklavenhalter gab, ist der Randfakt, mit dem dieses Buch beworben wird. Er ist aber nicht das Thema, sondern das Werkzeug. Jones benutzt ihn, um sichtbar zu machen, wie die Sklaverei von innen funktioniert: als System, das jedem darin eine Position zuweist und ihn zwingt, sich einzurichten. Wer die Seite wechselt, wechselt nicht das System, sondern nur den Platz.
Am schärfsten wird das an der Frage, wer lesen darf. Die weißen Halter breiten vor ihren Sklaven aus, was sie wollen, weil sie in ihnen kein Gegenüber sehen. Henry ist vorsichtiger, und man könnte das für einen Restbestand an Anstand halten. Ich lese es anders: Wer weiß, dass er Menschen besitzt, kennt die Gefahr genauer und kontrolliert deshalb präziser. Das Wissen macht die Herrschaft nicht milder, sondern technischer.
Für die ersten hundert Seiten habe ich Wochen gebraucht, die restlichen dreihundertfünfzig gingen in …





