Nach einem wenig mutmachenden Vortrag des Autors über Möglichkeiten zur Erlangung digitaler Souveränität und Abkehr von Big Tech habe ich nun sein aktuelles Buch über Big Tech und die Übernahme der Medien gelesen. Es klingt wie eine finstere Dystopie, beschreibt aber unsere Gegenwart. Leider gibt es nur wenige und vor allem wenig realistische Szenarien, wie wir den Tech Bros und der Digitalokratie noch entkommen können. Eigentlich ist der Krieg der Medien bereits verloren.
Rezensionen und Kommentare
Viel-, aber nicht Allesleser. Meistens auf Deutsch, hin und wieder auf Englisch. Faible für Familiensagas und #Biografien. #Popkultur und #Musik. #Reiseliteratur, auch Politisches und Geschichtliches. Gerne auch mal ein guter Krimi. Selten Lyrik, niemals Horror oder Phantasy.
Reading many things, but not everything. From #Stuttgart. Mostly in German, occasionally in English. Favourites are family sagas and #biographies, #populture and #music. Also political and historical topics. Sometimes a good crime thriller. Rarely poetry, never horror or fantasy. #fedi22
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Holger hat Krieg der Medien von Martin Andree besprochen
Holger hat Blinder Galerist bewertet: 4 Sterne

Blinder Galerist von Johann König
»Die Bilder, die im Kopf entstehen, sind genauso wichtig wie die Bilder an der Wand.«
Wie kann man sich …
Holger hat Billige Plätze von Rike van Kleef besprochen
Pflichtlektüre für alle Veranstalter (bewusst nicht gegendert)
4 Sterne
Ganz am Ende des Buches fragt die Autorin „Braucht es dieses Buch überhaupt noch? Beschreibe ich nicht offensichtliche und bekannte Tatsachen“. Und ich gebe zu, dass ich mir diese Frage stellenweise auch gestellt habe. Dennoch würde ich sagen, ja.
Die Vielfalt und Kleinteiligkeit der strukturellen Diskriminierung von FLINTA im Musikbusiness ist für jemanden, der kein Brancheninsider und keine Betroffene ist, in ihrem gesamten Umfang nicht leicht zu erkennen. Hier sind die Interviews mit Künstler:innen, Veranstalter:innen und anderen am Musikbusiness Beteiligten wirklich erhellend.
Nur Sätze wie „Dieser Produktionsleiter ist seit 35 Jahren im Business. Da rede ich gegen eine Wand“ möchte ich nicht uneingeschränkt akzeptieren. Unglaublich, aber wahr: Auch alte weiße cis-Männer können dazu lernen und ihr Verhalten ändern. Das Lesen dieses Buches ist zum Beispiel ein erster Schritt. ;) Auch, weil es im letzten Abschnitt ganz klare Handlungsempfehlungen gibt.
Ganz am Ende des Buches fragt die Autorin „Braucht es dieses Buch überhaupt noch? Beschreibe ich nicht offensichtliche und bekannte Tatsachen“. Und ich gebe zu, dass ich mir diese Frage stellenweise auch gestellt habe. Dennoch würde ich sagen, ja.
Die Vielfalt und Kleinteiligkeit der strukturellen Diskriminierung von FLINTA im Musikbusiness ist für jemanden, der kein Brancheninsider und keine Betroffene ist, in ihrem gesamten Umfang nicht leicht zu erkennen. Hier sind die Interviews mit Künstler:innen, Veranstalter:innen und anderen am Musikbusiness Beteiligten wirklich erhellend.
Nur Sätze wie „Dieser Produktionsleiter ist seit 35 Jahren im Business. Da rede ich gegen eine Wand“ möchte ich nicht uneingeschränkt akzeptieren. Unglaublich, aber wahr: Auch alte weiße cis-Männer können dazu lernen und ihr Verhalten ändern. Das Lesen dieses Buches ist zum Beispiel ein erster Schritt. ;) Auch, weil es im letzten Abschnitt ganz klare Handlungsempfehlungen gibt.
Holger hat Verhängnisvoller Champagner von Tom Hillenbrand besprochen (Xavier Kieffer ermittelt, #8)
Da perlt nix - Xavier Kieffer schleppt sich durch seinen langweiligsten Fall
2 Sterne
Muss ein Krimi knapp 500 Seiten haben? Ja, wenn er spannend ist und interessante Plot Twists hat, warum nicht. Wenn er aber, wie der aktuelle Xavier-Kieffer-Fall behäbig erzählt wird und dann mit einem absehbaren und öden Showdown gekrönt wird, dann ist er zu lang.
Die Idee, einen Krimi um ein gastronomisches Produkt und dessen Herstellung zu basteln, war sieben Folgen lang erfolgreich und auch meist unterhaltsam und lehrreich. Hier werden aber umständliche Umleitungen genommen, um das Fachwissen irgendwie unterzubringen. Das wirkt konstruiert und nimmt noch mehr Tempo raus. Auch die Nebenfiguren sind auserzählt. Bei diesem Champagner-Krimi perlt leider nix.
Holger hat Von ABBA bis ZAPPA von Christoph Wagner besprochen
Hochspannende Popkultur-Geschichte aus der Region Stuttgart
4 Sterne
Höchst unterhaltsame Dokumentation über die erstaunliche Verwandlung von Sindelfingen und Böblingen zu einem Zentrum der Live-Musik. Mit vielen Zeitzeugen-Berichten und Fotos. Interessant, dass viele der Akteure, die damals als Laien in das Konzert-Business einstiegen, heute zu den Big Playern gehören. Und das alles nur, weil es in Stuttgart ein Rock- und Popverbot gab.
Holger will Billige Plätze von Rike van Kleef lesen
Frisch auf meiner Leseliste. Vielen Dank an @brittstgt.bsky.social@bsky.brid.gy
Holger hat The Tokyo Toilet Book von Akihiro Furuya besprochen
Kleines, feines Architekturbuch
4 Sterne
Das Buch stellt alle Toiletten vor, die der Tokyoter Stadtteil Shibuya von berühmten Architekt:innen und Designer:innen hat bauen lassen und die in Wim Wenders‘ Film „Perfect Days“ die Hauptrolle spielen. Interessant sind die Erläuterungen der Architekt:innen zu ihren Bauten und zur Bedeutung von Toilettenhäuschen im öffentlichen Raum.
Holger hat Japan: Einblicke in ein faszinierendes Land von Françoise Hauser besprochen
Lose Sammlung interessanter und unterhaltsamer Japan-Fakten
4 Sterne
Françoise Hauser hat ihrem Erfolgstitel „Japan für die Hosentasche“ ein neues Buch hinterhergeschoben und es ist für Japan-Fans ebenfalls sehr lesenswert. (Und hat kaum Überschneidungen zu ihrem anderen Buch)
Eine Kombination aus skurrilem Nischenwissen und praktischen Reisetipps macht es sehr flott lesbar und unterhaltsam. Ihr Stil ist dabei humorvoll.
Nur das Abdrucken teils meterlanger Links „zur Vertiefung“ ist fragwürdig. Wer will das denn alles abschreiben? Hier wäre eine begleitende Website sinnvoll.
Holger hat Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus bewertet: 4 Sterne

Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus von Rainer Mühlhoff (Was bedeutet das alles?)
Die Gefahren der Artificial General Intelligence
Elon Musk und Donald Trump kündigen massenhaft Verwaltungsmitarbeitern, um einen KI-Staat zu errichten. …
Holger hat Das achte Leben (für Brilka) bewertet: 5 Sterne

Das achte Leben (für Brilka) von Nino Haratischwili
Dieser Roman ist über die Literaturwelt gekommen wie ein Naturereignis: ein wuchtiges Familienepos, das am Beispiel von sechs Generationen außergewöhnlicher …
Holger hat Was Sie dachten, NIEMALS über JAPAN wissen zu wollen von Matthias Reich besprochen
Mein bisher ärgerlichstes Japan-Buch
1 Stern
Der Autor versteht sich als Japan-Kenner, der das allzu positive Bild seiner Leser:innen korrigieren will. Dabei steht bei ihm aber nichts, was nicht auch in anderen Büchern über Japan erwähnt wird, außer dass er sich voll auf die negativen Aspekte konzentriert. Soll wohl aufklärerisch sein, ist auf die Dauer aber nur nervig.
Was mich aber das Buch hat fast weglegen lassen, sind schmierige Begriffe aus der Boomer-Chauvi-Sprache, die der Autor verwendet, obwohl er sich gleichzeitig in mehreren Kapiteln über die fehlende Gleichberechtigung und die schlechte Lage der japanischen Frauen auslässt.
Wer Formulierungen wie "Frau mit viel Holz vor der Hütte" oder "vergenusswurzeln" nutzt, disqualifiziert sich als seriöser Autor. Definitiv keine Leseempfehlung.
Holger hat Ein kleines Lied über das Sterben von Timo Blunck besprochen
Schon fast grotesk überzogener Hard-boiled Krimi
4 Sterne
Der Krimi ist, was Handlung und Charaktere betrifft, so grotesk überzogen, dass er schon fast wie eine Persiflage auf das Genre wirkt. Dennoch, oder gerade deshalb, höchst unterhaltsam und flott zu lesen.
Holger hat New Order, Joy Division und ich von Bernard Sumner besprochen
Flott zu lesen und unterhaltsam
4 Sterne
Flott geschrieben, viele interessante Anekdoten und ein abschließender Rant auf Hooky. Nur die Niederschrift der Hypnose-Session mit Ian Curtis fand ich entbehrlich.
Holger hat Frei: Erwachsenwerden am Ende der Geschichte von Lea Ypi besprochen
Durchaus lesenswert, aber unter meinen Erwartungen
3 Sterne
Das Buch wurde mir von meiner Buchhändlerin empfohlen, weil ich das Epos „Das achte Leben“ von Nino Haratischwili so liebe. Es sei nicht nur kompakter sondern habe auch eine höhere literarische Qualität.
Dem kann ich mich nicht anschließen. Die Geschichte ist zwar durchaus interessant und die Kinder-/Jugendlichenperspektive anfangs erfrischend, leider verzettelt sich die Story und die Charaktere bleiben seltsam blass. Letztlich viel zu leichtgewichtig im Vergleich zum achten Leben.










