Frei: Erwachsenwerden am Ende der Geschichte

von

Taschenbuch, 332 Seiten

Veröffentlicht von Suhrkamp Verlag.

ISBN:
978-3-518-43034-7
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Albanien 1989: Der letzte stalinistische Außenposten in Europa, ein isoliertes Land, das man nur schwer besuchen und noch schwerer verlassen kann. Es herrschen Mangelwirtschaft, Geheimpolizei und das Proletariat. Der Kommunismus hat den Platz der Religion übernommen. Für die zehnjährige Lea Ypi ist dieses Land ihr Zuhause: Ein Ort der Geborgenheit, des Lernens, der Hoffnung und der Freiheit.

Alles ändert sich, als in Berlin die Mauer fällt und in Tirana Enver Hoxhas Statue vom Sockel stürzt. Jetzt können die Menschen wählen, wen sie wollen, sich kleiden, wie sie wollen, anbeten, was sie wollen. Aber die neue Zeit zeigt bald ihr unfreundliches Gesicht: Skrupellose Geschäftemacher ruinieren die Wirtschaft, die Aussicht auf eine bessere Zukunft löst sich auf in Arbeitslosigkeit und Massenflucht. Als das Land im Chaos zu versinken droht und in ihrer Familie Geheimnisse ans Licht kommen, beginnt Lea sich zu fragen, was das eigentlich ist: Freiheit.

In hinreißender Prosa …

1 Auflage

Durchaus lesenswert, aber unter meinen Erwartungen

Das Buch wurde mir von meiner Buchhändlerin empfohlen, weil ich das Epos „Das achte Leben“ von Nino Haratischwili so liebe. Es sei nicht nur kompakter sondern habe auch eine höhere literarische Qualität.

Dem kann ich mich nicht anschließen. Die Geschichte ist zwar durchaus interessant und die Kinder-/Jugendlichenperspektive anfangs erfrischend, leider verzettelt sich die Story und die Charaktere bleiben seltsam blass. Letztlich viel zu leichtgewichtig im Vergleich zum achten Leben.