Be_Kinky hat Zeta von Andreas Brandhorst besprochen
Brauchbare Unterhaltung mit vielen bekannten Elementen
3 Sterne
Ich habe das Buch auf deutsch gelesen, aus der Onleihe geliehen. Das Buch ist durchaus unterhaltsam, und gut zu lesen. Brachte mich gut durch Wartezeit in einer Klinik mit verschiedenen Untersuchungen, und sehr viel Wartezeiten dazwischen. Was ich etwas irritierend fand, dass ich viele Elemente wiedererkannte, die mir in anderen SF Stories schon begegnet sind. Schon in der Introduction wird eine Welt beschrieben, in der Erde und Mars Spannungen haben, die äußeren Planeten Neptun und Uranus streben nach Unabhängigkeit. Das erinnerte mich doch sehr an "The Expanse" mit der Erde, den Marsianern, und den Bewohnern des Asteroiden Gürtels, die im vorliegenden Fall die Autarkien der äußeren Planeten entspricht. Dann erscheint ein riesiger Asteroid, der sich als innen hohl herausstellt, und bewohnbare Welten beherbergt. Das erinnerte mich doch sehr an " Rendezvous mit Rama" von Arthur C. Clarke, der dazu eine ganze Trilogie geschrieben hat. (pers. Tipp, Band 1 ist sehr gut, 2 und 3 hätte es nicht gebraucht). Zusätzlich tauchen schwarze Monolithen auf, die manchmal auch als ein Tor dienen. Das erinnert doch sehr an "2001 Odyssee im Weltall", ebenfalls Arthur C. Clarke. Der Zutritt zum Asteroid gelingt nur bei langsamer Geschwindigkeit und herrunterfahren aller Systeme. Hier findet sich wieder eine Ähnlichkeit mit the Expanse. Die Story entwickelt sich dann zu einem klassischen Thriller Konzept, als alle Protagonisten aus verschiedenen Richtungen gelandet sind, und jeweils den Weg ins Zentrum suchen. Damit ergeben sich multiple Erzählstränge, die noch durch einen auf der Erde basierten Erzählstrang ergänzt wird. Die verschiedenen Teams müssen nun verschiedene Aufgaben lösen um Ihrem Ziel näher zu kommen, quasi verschiedene Challenges wie in einem Computer Game. In der Phase ist das Buch unterhaltsam, da sich Dynamiken zwischen Personen innerhalb der Gruppen entwickeln, und Gruppen sich dann auch treffen, und selbst der Erzählstrang der Erde am Ende mit eingewoben ist. Die finale Gruppe erreicht dann auch das Zentrum, löst das Rätsel wer die Erbauer waren und entscheiden sich eine neue Funktion einzunehmen. Nachdem der technisch und moralisch ein hoher Gipfel erreicht wurde, ist es dann wohl schwierig einen guten Abschluss der Geschichte zu finden. Der eigentliche Schluss fand ich dann doch etwas enttäuschend. Zudem wurden schon Hintertüren skizziert, die den bösen Figuren vielleicht Möglichkeiten in einem Band 2 bieten könnten. Wie Eingangs gesagt, das Buch ist gut geschrieben, die Story geht flott voran, und es unterhält einem gut. Was ich vermisst habe, waren Elemente die für mich neu und unerwartet gewesen wären. Aber vielleicht habe auch ich einfach die letzten 50 Jahre Zuviel im SF Sujet gelesen oder gesehen.
