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Adrian Daub: Was das Valley denken nennt (German language, 2020, Suhrkamp Verlag) Keine Bewertung

Mit der unheimlichen Selbstverständlichkeit ihres Aufstiegs konfrontiert, fetischisieren die Held:innen des Techsektors den angeblichen Bruch und die vermeintliche existenzielle Gefahr, die damit einherging, dass sie ihr Studium abbrachen, um ein Unternehmen zu gründen. Angesichts der Tatsache, dass die Plattformen, [mit] denen sie ihren Reichtum verdienen, andere in Armut halten, denken sie sich Geschichten aus, die erklären sollen, dass das unvermeidlich ist. Und indem sie das Scheitern, die Existenzangst und die Frustration zu bloßen Etappen auf dem Weg zum unausweichlichen Erfolg degradieren, löschen sie die Tatsache aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit, dass es für viele Leute bei diesen Erfahrungen bleibt.

Was das Valley denken nennt von  (Seite 151)