Philipp Pixel hat Ready Player One von Ernest Cline besprochen
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2 Sterne
Der Sci-Fi Roman "Ready Player One" handelt in der fernen Zukunft von dem Jugendlichen Wade Watts, der eine Schule in der Virtual Reality OASIS besucht und sich der Suche von Easter Eggs, vom OASIS-Erfinder versteckten Programmteilen, widmet. Hierbei helfen ihm seine wenigen Mitstreiter, die allerdings im Konflikt stehen, selbst das Easter Egg zu finden, denn es winkt große Macht und Reichtum. Sie stehen aber einem mächtigen Feind gegenüber, einer bösartigen Multimilliarden-Firma, die grundsätzlich kostenlose OASIS dazu nutzen möchte, noch mehr Geld einzutreiben.
Dieses Buch, ein Hype im Kino und in den Bücherläden, ist leider hoffnungslos überbewertet. Der Leser bekommt schnell den Eindruck, dieses Buch sei für das Fernsehen geschrieben worden, in zu konkreten Beschreibungen der Szenerie. Hierbei überlässt der Ernest Cline dem Leser nur selten, seine eigene Fantasie zu benutzen, da alles unnötigerweise Details verraten werden, die auch gar nichts zur Geschichte beitragen.
Der größte Faux Pas findet jedoch statt, dass bereits in dem ersten Kapitel der Ausgang der Geschicht erwähnt wird Dies lässt nur wenig Spielraum für die Identifizierung mit dem Protagonisten Watts.
Wade Watts selbst erscheint nur wenig glaubhaft. Er lernt Primär -, Sekundär- und Tertiärliteratur, Filme, Berichte, Songs die auch nur annähernd etwas mit dem OASIS-Erfinder zu tun haben, in- und auswendig. So wirkt bereits nach den ersten Kapiteln die Person unglaubwürdig und künstlich, denn der Rahmen, wass Watts auswendig lernen kann, scheint unbegrenzt. Dabei quält sich der Leser durch die feinsäuberlich beschriebenen Welten, die Watts betritt.
Das Ende der Geschichte nimmt dann aber doch Fahrt auf, leider stark vorhersehbar. Die Fahrt ist dann allerdings so schnell aufgenommen, dass Cline sich nicht die Mühe nahm, den Leser auf ein sinnvolles Ende mitzunehmen. Das Buch endet dann einfach ohne Auflösung.
Mein Fazit, investiert euer Geld in ein anderes Buch.
