Rezensionen und Kommentare

fabio

fabio@bookwyrm.de

Beitritt 3 Monate her

Dieser Link öffnet sich in einem Popup-Fenster

Umberto Eco: Die Insel des vorigen Tages (Hardcover, German language, Carl Hanser)

En el verano de 1643 y en los mares del Sur, un joven piamontés, Roberto …

None

Die Insel des vorigen Tages ist Ecos dritter Roman und der vierte den ich gelesen habe. Er erzählt die Geschichte von Roberto de la Grive, zusammengestellt aus den Briefen an seine Geliebte, wie uns der Erzähler wissen lässt. De la Grive erleidet in den 1630er Jahren in der Südsee nahe der Datumsgrenze Schiffbruch und wird an ein anderes Schiff angespült, dass zwischen der Küste und einer Insel vor Ankel liegt und offenbar völlig verlassen ist, und auf dem er als Nichtschwimmer nun trotz des nahen Ufers gefangen ist. Im ersten Teil wechselt sich seine Erkundung des Schiffes ab mit der Erzählung seines bisherigen Lebens als piemontesischer Landadliger, der zunächst an der Verteidigung der belagerten Stadt Casale teilnimmt, später in Paris in wissenschaftsfreudigen Philosophenkreisen verkehrt und schließlich als französischer Spion auf die Reise geschickt wird einen anderen zu verfolgen, der im Auftrag der Briten in die Südsee reist, um das Längenproblem …

Nino Haratischwili: Das achte Leben (für Brilka) (German language, 2014)

Dieser Roman ist über die Literaturwelt gekommen wie ein Naturereignis: ein wuchtiges Familienepos, das am …

None

CN Vergewaltigung, Abtreibung
Ich habe das Gefühl, eine 1-Stern-Bewertung für so ein hochgelobtes Buch irgendwie begründen zu müssen. Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum dieses Buch hier mit 4,5 Sternen bewertet wurde und sogar auf der Longlist für den International Booker Prize gelandet ist.

Eine 1200 Seiten lange Familiengeschichte über 6 Generationen klang für mich sehr vielversprechend, nach Buddenbrooks oder Middlesex, aber ich hätte nicht falscher liegen können. Ich weiß überhaupt nicht, wo ich anfangen soll. Alle Charaktere außer den Hauptfiguren sind völlig holzschnittartig und interessant, und selbst die Hauptfiguren sind unsympathisch und eindimensional. Es geht auf fast jeder Seite um Politik, aber niemand in diesem Roman denkt in irgendeiner Weise politisch, niemand ist in irgendeiner Form an der Gesellschaft interessiert. Allen Kommunist*innen ist der Kommunismus völlig egal, sie sind einfach inhärent böse und versuchen möglichst vielen Menschen zu schaden. Aber auch sonst ist niemand politisch, es gibt einfach …