Profil

Lu Gesperrter Account

Lu@bookwyrm.de

Beitritt 3 Monate, 4 Wochen her

🌈🖤

Dieser Link öffnet sich in einem Popup-Fenster

Bücher von Lu

Leseliste

Liest gerade (Alle 5 anzeigen)

will Mein Körper - wessen Entscheidung? von Sibel Schick lesen

Sibel Schick: Mein Körper - wessen Entscheidung? (Hardcover, german language, S. Fischer Verlage) Keine Bewertung

Die Gesellschaft rückt nach rechts, der gebärfähige Körper wird zum Politikum. Bestechend klug analysiert Sibel …

Nachdem ich Sibel durch das Lesen von "Weißen Feminismus canceln" kennenlernte und ihr auf einer Veranstaltung vor ein paar Jahren begegnete, schätze ich ihre Perspektive sehr. Ich freue mich darauf, von ihr zu reproduktiver Gerechtigkeit zu lernen!

hat Lieben von Emilia Roig besprochen

Emilia Roig: Lieben (Hardcover, German language, Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG)

Der bisher persönlichste Text der radikal-ehrlichen Bestseller-Autorin und Denkerin Emilia Roig. Ein hoffnungsvolles Plädoyer für …

Horizonterweiternd und berührend

Dr. Emilia Roig nimmt uns mit auf eine Beobachtungsreise der Liebe als Praxis und als gesellschaftliches Konstrukt. Sie lässt uns in ihrem schonungslosen und gleichzeitig zärtlichen Stil einblicken in ihre eigene Geschichte voller Schmerz und Liebe. Insbesondere ihre Analyse freund*innenschaftlicher Liebe - in ihrer befreienden "Nutzlosigkeit" hat mich inspiriert.

hat aus Lieben von Emilia Roig zitiert

Emilia Roig: Lieben (Hardcover, German language, Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG)

Der bisher persönlichste Text der radikal-ehrlichen Bestseller-Autorin und Denkerin Emilia Roig. Ein hoffnungsvolles Plädoyer für …

Wir sprechen nicht über den Schmerz, der entsteht, wenn Menschen unterschiedliche Erwartungen und Grade der Bereitschaft and Freundschaften stellen. Überhaupt fehlt uns in Dingen freundschaftlicher Liebe ganz viel Vokabular. Niemand etabliert zu Beginn einer Freundschaft in einem ritualisierten Gespräch einen emotionalen Rahmen, ein Label oder Spielregeln. Es gibt noch immer die Vorstellung, dass Freundschaften organisch entstehen, dass sie einfach sind. Nicht einfach im Sinne von schlicht, sondern von unkompliziert, pflegeleicht. Die meisten Freundschaften basieren auf einer Gegenseitigkeitsvermutung, die ihrerseits auf einem idealistischen Beziehungsprofil fußt: Freundschaften überstehen Zeit und Entfernung, Freund·innen wissen alles von uns und wir von ihnen, wir schulden einander alles und befinden uns grundsätzlich in einer perfekten Balance des Gebens und Nehmens. Die Gegenseitigkeit ist der Freundschaft aber nicht inhärent, sondern muss mit der Zeit und in vielen Gesprächen erarbeitet werden. [...] Auf die Arbeit in und an romantischen Beziehungen haben wir uns mittlerweile verständigt. Aber die meisten von uns gehen nach wie vor davon aus, dass emotionale Arbeit in Freundschaften unnötig sei. Wer sich nicht wortlos versteht, gehört vielleicht nicht zusammen. So verderben viele Bindungen. Jede Beziehung verlangt nach emotionaler Arbeit, auch die unter Kolleg·innen, Nachbar·innen oder Mitbewohner·innen. Von dem Moment, an dem Menschen miteinander interagieren, entstehen auf allen Seiten Erwartungen, Bedürfnisse, Frustration und Unsicherheiten. Den Umgang damit – ob transparent oder nicht, kollektiv oder nicht – nennen wir emotionale Arbeit. Auch Freundschaften brauchen und verdienen Aufmerksamkeit, Fürsorge und manchmal eben Arbeit.“

Lieben von  (Seite 52 - 53)