Thomas Neubauer (books) hat Der Astronaut von Andy Weir besprochen
Der Naturwissenschaftler im All
4 Sterne
(Review ohne inhaltliche Spoiler) Der Aufbau des Buches gefällt mir äußerst gut, der Protagonist gewinnt im Laufe des Buches seine Erinnerung wieder, dabei werden auch dem Leser jene Ereignisse gezeigt, die zur aktuellen Situation geführt haben, es ist also ein hin und her von Vergangenheit und Gegenwart. Das sorgt für Abwechslung und wenig Langeweile. Doch ging mir die Geschichte manchmal doch zu schnell voran, hier und da fehlt es an Tiefgang. Wie schon "Der Marsianer" ist auch dieses Buch sehr unterhaltsam. Andy Weir schafft es immer wieder das Thema Raumfahrt besonders spannend, unterhaltsam und auch mit vielen lustigen Momenten zu einem Roman zu verpacken. Im Gegensatz zum Marsianer, ist die Dichte an naturwissenschaftlichen Fakten hier besonders hoch. Weir präsentiert hier einen Mix an Fakten aus Astronomie, Physik, Chemie und Biologie - muss sicher nicht jeder in dieser Intensität mögen, mir hats sehr gut gefallen! Der Marsianer war hier etwas zurückhaltender …
(Review ohne inhaltliche Spoiler) Der Aufbau des Buches gefällt mir äußerst gut, der Protagonist gewinnt im Laufe des Buches seine Erinnerung wieder, dabei werden auch dem Leser jene Ereignisse gezeigt, die zur aktuellen Situation geführt haben, es ist also ein hin und her von Vergangenheit und Gegenwart. Das sorgt für Abwechslung und wenig Langeweile. Doch ging mir die Geschichte manchmal doch zu schnell voran, hier und da fehlt es an Tiefgang. Wie schon "Der Marsianer" ist auch dieses Buch sehr unterhaltsam. Andy Weir schafft es immer wieder das Thema Raumfahrt besonders spannend, unterhaltsam und auch mit vielen lustigen Momenten zu einem Roman zu verpacken. Im Gegensatz zum Marsianer, ist die Dichte an naturwissenschaftlichen Fakten hier besonders hoch. Weir präsentiert hier einen Mix an Fakten aus Astronomie, Physik, Chemie und Biologie - muss sicher nicht jeder in dieser Intensität mögen, mir hats sehr gut gefallen! Der Marsianer war hier etwas zurückhaltender geschrieben und damit eventuell "massentauglicher". Die Geschichte ist keine "harte" Science Fiction, es scheint als wäre der Großteil der Ereignisse grundsätzlich naturwissenschaftlich begründet (soweit ich beurteilen kann) und daher prinzipiell realistisch, das hat schon einen gewissen Charme. Die vielen wissenschaftlichen Fakten werden meistens dann präsentiert, während der Protagonist Probleme spontan lösen muss - oftmals geht es dabei um Leben und Tod. Was mich dabei etwas stört, ist dass hier jeder wissenschaftliche Versuch, jeder ingenieurtechnische "Hack" meist sofort im ersten Versuch gelingt. Der Autor beschreibt die naturwissenschaftliche Methode zwar recht realistisch, aber dass die meisten Versuche bereits in der ersten Iteration gelingen erscheint mir doch unwahrscheinlich, vor allem da der Protagonist hier in diversen und weit gestreuten Themen arbeiten muss. Aber ja dem Unterhaltungswert wäre das auch nicht sonderlich dienlich ansonsten und das ist dem Autor schon gelungen, ein rundum unterhaltsames Buch.
