jornfranke hat Die Kunst, Recht zu behalten von Arthur Schopenhauer zu Ende gelesen
Schopenhauer beschreibt in diesem Buch verschiedene "Kunstgriffe", um Recht in einer Debatte zu behalten. Diese Kunstgriffe sind nicht immer moralisch einwandfrei (z.B. ein Kunstgriff beinhaltet den Gegner zu beschimpfen), jedoch sollte man diese Kunstgriffe verstehen, damit man sich gegen "unmoralische" Kunstgriffe wehren kann. Es verbleibt dann bei jedem selber welchen Kunstgriff man anwendet. Nicht jede Debatte muss man gewinnen, aber jede Debatte wird (hoffentlich) zu einer Reflexion der Teilhabenden führen. Schopenhauer erwähnt auch, dass eine Debatte nur Sinn macht, wenn eine Debatte von den Teilnehmenden gewünscht ist. Wenn sie nicht eine Debatte zur Selbstreflexion nutzen möchten, sondern nur um Recht zu haben, wird sie keinen Sinn haben. Schopenhauer stand diesem Werk (Die Kunst Recht zu haben) zeitlebens kritisch gegenüber, weil er angewidert von den Kunstgriffen war, weil sie "alle[r] dieser Schlupfwinkel der mit Eigensinn, Eitelkeit und Unredlichkeit verschwisterten Beschränktheit und Unfähigkeit“ aufzeigen. Er hatte dieses Werk nie zu Lebzeiten veröffentlicht.
