Foks@buecher.pnpde.social hat Malevil 2 von Robert Merle besprochen
problematisch
Wenn Merle ein Buch schreiben wollte, was nur so von Sexismus strotzt, dann ist ihm das gelungen. Aber nicht in gut.
In einem Buch wie Malevil, in der Thematiken rund um Gesellschaftsstrukturen & „Kommunismus“ (das Suchen danach, hab ich im Buch aufgegeben) nach einer nuklearen Katastrophe aufgreift, habe ich nicht erwartet, dass es permanent darum geht, wie welche Frau aussieht und ob sie fickbar ist. Ich mein ok, wenn man es mal mit erwähnen will, weil Sex & Fortpflanzung natürlich auch da Thema sind - go on. Ja auch das Thema Selbstbestimmung der Frau wäre für die Zeit, als das Buch erschien - in den 70er Jahren - wünschenswert gewesen. Auch das es behinderte & trans/nicht binäre Charaktere gibt. Aber bestimmt nicht im ersten Zug in einem Charakter, der eine geistig Behinderte darstellt, die von einer Reihe von Männern sexuell ausgenutzt, als gebärfreudig eingestuft wird und das dann als …
Wenn Merle ein Buch schreiben wollte, was nur so von Sexismus strotzt, dann ist ihm das gelungen. Aber nicht in gut.
In einem Buch wie Malevil, in der Thematiken rund um Gesellschaftsstrukturen & „Kommunismus“ (das Suchen danach, hab ich im Buch aufgegeben) nach einer nuklearen Katastrophe aufgreift, habe ich nicht erwartet, dass es permanent darum geht, wie welche Frau aussieht und ob sie fickbar ist. Ich mein ok, wenn man es mal mit erwähnen will, weil Sex & Fortpflanzung natürlich auch da Thema sind - go on. Ja auch das Thema Selbstbestimmung der Frau wäre für die Zeit, als das Buch erschien - in den 70er Jahren - wünschenswert gewesen. Auch das es behinderte & trans/nicht binäre Charaktere gibt. Aber bestimmt nicht im ersten Zug in einem Charakter, der eine geistig Behinderte darstellt, die von einer Reihe von Männern sexuell ausgenutzt, als gebärfreudig eingestuft wird und das dann als „Selbstbestimmung“ deklariert wurde. Das bringt noch einmal ganz andere Problematiken dazu, auf welche ich hier jetzt nicht extra eingehe.
Man könnte denken, die Apokalypse ist völlig irrelevant, denn eigentlich geht es doch viel mehr um die Sexgedanken eines Mittvierzigers - auf eine penetrante Art und Weise. Leider habe ich bisher keinerlei (feministische) Kritik aus dem Erscheinungsjahr gefunden, die das tatsächlich aufgreift und nicht trivialisiert.
Natürlich muss man dabei auch die Relation setzen, dass es die 70er waren, aber NICHTS rechtfertigt in meinen Augen was Merle mit seiner Sexualisierung zum Ausdruck bringen wollte. Keine Gesellschaftstruktur, auch nichts anderes. Außer das er ein außerordentlich sexuell orientierter Mann mit pädophilen Neigungen ist. Und ich kann hier das Werk nicht vom Autor trennen, bei so einer Häufigkeit an dem was er da niedergeschrieben hat.
Aber natürlich wird der Hauptcharakter Emmanuel auch in Analysen & Kritiken als charismatischer Gesetzgeber betitelt. Das Buch wurde zudem mehrmals verfilmt, in mehreren Sprachen aus dem französischen übersetzt & hatte mehrere Ausgaben - weiß der Geier warum.