Ost in Space hat Das Malorische Siegel von Michelle Stern besprochen
Gemächliche Weltraumexkursion
3 Sterne
Inhaltswarnung Es wird ein Teil der Handlung verraten
Also gleich vorweg: das Titelbild hat mir gar nicht gefallen. Erstens ist es ziemlich ideenlos, da es eine in dieser oder ähnlicher Form bereits seit Jahrzehnten zu Hauf gesehene Weltraumaction-Szene darstellt aber was noch wichtiger ist, ich kann es gar nicht mit der Story in Verbindung bringen.
Denn so wie ich den Text verstanden habe, werden die in der dargestellten Graven-Station versteckten Bomben allesamt entweder entschärft oder ins All teleportiert, so dass die Station eben gerade nicht explodiert.
Die Innenillustration hingegen zeigt Reginald Bull (wahrscheinlich auf eben jener Graven-Station und) ist nichts besonderes aber ganz gut und stimmig.
Die Handlung selbst teilt sich in drei Teile auf. Die Einleitung baut eine kurze Brücke zur großen Gesamthandlung, der eigentliche Roman im großen Mittelteil stellt eine Erstkontaktgeschichte mit zweidimensionalen Lebensformen dar, die sich ausgerechnet auf dem sechsdimensionalen Siegel um die tote Galaxis Malora angesiegelt haben. Hier gilt es mit besonderem Einfühlungsvermögen und Ideenreichtum den Kontakt herzustellen und aufzuklären was es mit den Lebensformen auf sich hat. Ja okay. Das ganze verläuft scheinbar irgendwie telepathisch oder mittels Psi-Kräften. Hört sich das spannend an? Ach ich weiß nicht.
Aber was der Autorin Michelle Stern gelassen werden muss, es ist trotzdem sehr gut und einfühlsam geschrieben. Insbesondere die Hauptprotagonistin, die Medikerin Meghan Ontares, kommt glaubwürdig rüber, so dass sich das Heft trotz der einfallslosen Geschichte nicht wie ein Fehlkauf anfühlt.
Der dritte und wieder deutlich kleinere Teil der Geschichte stellt die Brücke zum nächsten Heft her, welches ebenfalls von Michelle Stern geschrieben wurde. Da Aelor jetzt einen neuen Wirtskörper bekommt, kann die ehemalige Kommandantin Foersh wieder über ihren Körper bestimmen. Hier bahnt sich ein interessanter Konflikt zwischen Aelor, Bully und eben Foersh an, welche zukünftig zusammenarbeiten müssen, obwohl sie ausgesprochene Gegner sind und wohl auch bleiben werden.
Insgesamt daher von mir zweieinhalb von fünf möglichen Punkten. Kein Verriss aber auch eben auch kein Highlight.