Lina Nox hat Die Unbändigen von Emilia Hart besprochen
3 Sterne
Das erste Kind einer Weywardfrau ist immer eine Tochter. Von der Mutter mehr oder weniger angeleitet, wird sie in die Geheimnisse der Kräuterkunde und der besonderen Beziehung zur Tierwelt eingeführt. Während viele Menschen sie meiden, ersuchen andere gezielt ihr Wissen und ihre Fähigkeiten.
Altha befindet sich mitten in einem Hexenprozess. Dabei war sie doch nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Oder?
Violet findet sich so gar nicht in ihrem Leben als Adlige zurecht. Sie will lieber auf Bäume klettern, als irgendwelche Benimmregeln zu lernen. Als ihr Cousin die Familie besucht, wird sie bald lernen, dass es nie gut für Frauen ihrer Familie war, sich an Männer zu binden.
Kate gelingt die Flucht aus ihrer missbräuchlichen Beziehung. Ganz und gar nicht an das naturnahe Leben gewöhnt, ist einfach alles an dem Cottage ihrer verstorbenen Großtante befremdlich, wenn nicht sogar beängstigend. Doch das die Magie, die sie und …
Das erste Kind einer Weywardfrau ist immer eine Tochter. Von der Mutter mehr oder weniger angeleitet, wird sie in die Geheimnisse der Kräuterkunde und der besonderen Beziehung zur Tierwelt eingeführt. Während viele Menschen sie meiden, ersuchen andere gezielt ihr Wissen und ihre Fähigkeiten.
Altha befindet sich mitten in einem Hexenprozess. Dabei war sie doch nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Oder?
Violet findet sich so gar nicht in ihrem Leben als Adlige zurecht. Sie will lieber auf Bäume klettern, als irgendwelche Benimmregeln zu lernen. Als ihr Cousin die Familie besucht, wird sie bald lernen, dass es nie gut für Frauen ihrer Familie war, sich an Männer zu binden.
Kate gelingt die Flucht aus ihrer missbräuchlichen Beziehung. Ganz und gar nicht an das naturnahe Leben gewöhnt, ist einfach alles an dem Cottage ihrer verstorbenen Großtante befremdlich, wenn nicht sogar beängstigend. Doch das die Magie, die sie und ihre Vorfahrinnen umgibt, ihr einzige Chance ist, wird sie bald lernen.
Der Roman lässt gleich zu Beginn etwas ganz Wichtiges aus: Content Warnings. Dabei werden Dinge wie sexueller Missbrauch nicht nur angedeutet.
Mit eindrücklichen Worten beschreibt Emilia Hart das Leben der drei Frauen, die doch alle sehr unterschiedlich sind und nur von Blut und Schicksal vereint werden. Wir leiden mit ihnen mit, wie fiebern mit ihnen mit, wir freuen uns mit ihnen. Leider verpasst die Autorin es, die Lesenden zu überraschen. Das Buch ist von vorne bis hinten vorhersehbar.
Wer sich intensiv mit dem Thema Hexenverfolgung auseinandersetzt, sollte sowieso einen großen Bogen um dieses Buch machen. Während unschuldige Frauen damals verfolgt, verurteilt und verbrannt wurden, weil sie nicht ins typische Bild passten, ist Altha im Sinne der Anklage tatsächlich schuldig, wird jedoch freigesprochen. Es unterstützt damit auch die Antihaltung zur Unschuldsvermutung à la "Irgendwas wird schon dran wahr sein".
Schade ist außerdem, dass die Frauen es nicht aus der jedem Menschen gegebenen eigenen Kraft aus ihren Situationen schaffen, nicht etwa starke Frauenbünde schmieden oder dergleichen. Sie schaffen es nur mittels Magie. Und diese Magie scheint sich letztlich nur auf Insekten und einzelne Krähen zu beziehen. Dabei ist Natur doch viel mehr als das.