Ho'nehe hat Feminismus – Die älteste Menschenrechtsbewegung der Welt von Agnes Imhof besprochen
Tolle Zusammenfassung der feministischen Bewegungen
4 Sterne
Das Buch nimmt sich Zeit die verschiedenen Wellen des Feminismus zu beschreiben. Angefangen bei der französischen Revolution, aber auch mit kleinen Abstechern in die Antike. Es ist spannend über die ganzen Frauen zu lesen, die schon vor einiger Zeit für die gleichen Rechte wie heute gekämpt haben. Hier fehlt mir allerdings ein Index oder eine andere Art Übersicht über die ganzen Personen. So werde ich mir das wohl noch mal selbst rausschreiben müssen. Angekommen in der heutigen Zeit, arbeitet sich Imhof etwas zu sehr an Judith Butlers Queertheorie ab. Die Abschaffung von Gender gefällt ihr gar nicht und auch für den Intersektionalen Feminismus hat sie nicht viel übrig. Allgemein sind queere Menschen in dem Buch eher eine Randnotiz. Ich hätte mir gewünscht, dass Imhof da genauer hingeschaut hätte. Mir haben die Kapitel über Nordafrika und den Nahen Osten gut gefallen (Imhof ist Islamwissenschaftlerin). Auch da gab und gibt es natürlich …
Das Buch nimmt sich Zeit die verschiedenen Wellen des Feminismus zu beschreiben. Angefangen bei der französischen Revolution, aber auch mit kleinen Abstechern in die Antike. Es ist spannend über die ganzen Frauen zu lesen, die schon vor einiger Zeit für die gleichen Rechte wie heute gekämpt haben. Hier fehlt mir allerdings ein Index oder eine andere Art Übersicht über die ganzen Personen. So werde ich mir das wohl noch mal selbst rausschreiben müssen. Angekommen in der heutigen Zeit, arbeitet sich Imhof etwas zu sehr an Judith Butlers Queertheorie ab. Die Abschaffung von Gender gefällt ihr gar nicht und auch für den Intersektionalen Feminismus hat sie nicht viel übrig. Allgemein sind queere Menschen in dem Buch eher eine Randnotiz. Ich hätte mir gewünscht, dass Imhof da genauer hingeschaut hätte. Mir haben die Kapitel über Nordafrika und den Nahen Osten gut gefallen (Imhof ist Islamwissenschaftlerin). Auch da gab und gibt es natürlich Feminist*innen. Und deren Geschichte und Kämpfe haben mir auch viel neues beigebracht. Das Buch endet mit sehr harten Beschreibungen der aktuellen Gewalt gegen Frauen. Hier wäre eine Contentwarnung angebracht gewesen. Und es endet natürlich mit dem Apell weiter für die Rechte von Frauen* zu kämpfen. Denn der Kampf für Feminismus war auch immer der Kampf gegen viele Formen der Unterdrückung und ist ganz klar antikapitalistisch.