Die Internationale der Kriegsdienstgegner*innen (IDK) erinnert mit dieser Anti-Kriegs-Schrift an Gustav Landauer. Landauer (*1870) wurde am 2. Mai 1919 bei seiner Einlieferung ins Gefängnis Stadelheim (München) durch eine Soldateska brutal ermordet.
Landauer war Schriftsteller, Übersetzer (Anti-)Politiker, freiheitlicher Sozialist. 1919 war er beteiligt an der Münchener Räterepublik. In Berlin hatte er sich davor aktiv in der Volksbühnenbewegung und für Genossenschaften, freie Schulen und Siedlungsprojekte engagiert.
1911, noch vor dem 1. Weltkrieg (1914–1918), schrieb er die hier wieder veröffentlichte Schrift „Die Abschaffung des Kriegs durch die Selbstbestimmung des Volks“. Landauers …
Die Internationale der Kriegsdienstgegner*innen (IDK) erinnert mit dieser Anti-Kriegs-Schrift an Gustav Landauer. Landauer (*1870) wurde am 2. Mai 1919 bei seiner Einlieferung ins Gefängnis Stadelheim (München) durch eine Soldateska brutal ermordet.
Landauer war Schriftsteller, Übersetzer (Anti-)Politiker, freiheitlicher Sozialist. 1919 war er beteiligt an der Münchener Räterepublik. In Berlin hatte er sich davor aktiv in der Volksbühnenbewegung und für Genossenschaften, freie Schulen und Siedlungsprojekte engagiert.
1911, noch vor dem 1. Weltkrieg (1914–1918), schrieb er die hier wieder veröffentlichte Schrift „Die Abschaffung des Kriegs durch die Selbstbestimmung des Volks“. Landauers Sprache entspricht dem damaligen Zeitgeist und mag veraltet wirken, seine Inhalte hingegen sind hochaktuell. Einige Aspekte lassen sich durchaus in die Gegenwart übersetzen und in aktuelle politische Debatten um Krieg und Frieden einbringen. Landauer kann auch für den Pazifismus der Gegenwart eine Orientierung sein. Dies erläutert und würdigt der Landauer-Experte Siegbert Wolf im Vorwort zu dieser Broschüre.
Wir fügen dem Text Landauers eine Rede des Anarcho-Syndikalisten Rudolf Rocker (1873–1958) an, die dieser im März 1919 in Erfurt auf der Reichskonferenz der Rüstungsarbeiter Deutschlands hielt. Sie ist eine Ergänzung der Gedanken Landauers aus gewerkschaftlicher Sicht. Wir verstehen beide hier veröffentlichten Texte als Beispiele fir anarchistische Wurzeln des Antimilitarismus.