Hardcover, 179 Seiten
Sprache: German
Veröffentlicht von Scherz Verlag, Bern, München, Wien.
Das bisher unentdeckte Tagebuch von Shackletons Schiffskatze
Hardcover, 179 Seiten
Sprache: German
Veröffentlicht von Scherz Verlag, Bern, München, Wien.
Dieses Buch ist eine ganz wunderbare Mischung aus akribischer historischer Recherche und einer herrlich eigenwilligen Erzählweise. Caroline Alexander, die sich als Historikerin ja bestens mit Shackleton und der berühmten „Endurance“-Expedition in die Antarktis auskennt, lässt hier die Schiffskatze zu Wort kommen.
Es ist als fiktives Tagebuch geschrieben und gibt uns einen Einblick in eine der dramatischsten Expeditionen der Geschichte, gesehen aus der Perspektive von vier Pfoten.
Das Besondere an der Erzählung Der Blickwinkel: Mrs. Chippy beobachtet die „Zweibeiner“ an Bord mit einer typisch kätzischen Mischung aus Zuneigung und leiser Arroganz. Während die Männer mit dem Packeis und dem Überleben kämpfen, sorgt sich die Katze eher um die Qualität der Mahlzeiten oder den besten Platz am Ofen.
Historische Treue: Auch wenn das Tagebuch erfunden ist, basieren die Ereignisse auf den echten Logbüchern und Berichten der Crew. Man lernt also eine Menge über die Fahrt der „Endurance“, ohne dass …
Dieses Buch ist eine ganz wunderbare Mischung aus akribischer historischer Recherche und einer herrlich eigenwilligen Erzählweise. Caroline Alexander, die sich als Historikerin ja bestens mit Shackleton und der berühmten „Endurance“-Expedition in die Antarktis auskennt, lässt hier die Schiffskatze zu Wort kommen.
Es ist als fiktives Tagebuch geschrieben und gibt uns einen Einblick in eine der dramatischsten Expeditionen der Geschichte, gesehen aus der Perspektive von vier Pfoten.
Das Besondere an der Erzählung Der Blickwinkel: Mrs. Chippy beobachtet die „Zweibeiner“ an Bord mit einer typisch kätzischen Mischung aus Zuneigung und leiser Arroganz. Während die Männer mit dem Packeis und dem Überleben kämpfen, sorgt sich die Katze eher um die Qualität der Mahlzeiten oder den besten Platz am Ofen.
Historische Treue: Auch wenn das Tagebuch erfunden ist, basieren die Ereignisse auf den echten Logbüchern und Berichten der Crew. Man lernt also eine Menge über die Fahrt der „Endurance“, ohne dass es sich wie ein trockenes Geschichtsbuch anfühlt.
Ein biologischer Irrtum: Ein kleiner Running Gag in der Geschichte (und der Realität) ist der Name. „Mrs. Chippy“ war nämlich eigentlich ein ausgewachsener Kater, der dem Schiffszimmermann Harry McNish gehörte. Der Name blieb ihm trotzdem.
Warum man es lesen sollte Das Buch schafft es, die bedrückende Atmosphäre des im Eis eingeschlossenen Schiffes auf eine fast schon tröstliche Weise einzufangen. Es ist humorvoll, oft sehr anrührend und zeigt, wie wichtig die Anwesenheit eines Tieres für die Moral einer Gruppe in einer Extremsituation sein kann.
Man muss allerdings dazu sagen: Wer die Geschichte der Expedition kennt, weiß, dass sie für Mrs. Chippy kein Happy End bereithält. Als das Schiff aufgegeben werden musste und die Männer über das Eis wanderten, gab Shackleton den Befehl, die Katze (und einige der Hunde) zu erschießen, da sie keine unnötigen Fresser durchfüttern konnten.
Das Buch ist ein wunderschönes Denkmal für diesen kleinen, mutigen Kater, der heute sogar eine eigene Bronzestatue auf dem Grab seines Besitzers in Neuseeland hat. Es ist ein Muss für jeden, der Geschichte mag und verstehen will, warum Katzen für uns Menschen oft so viel mehr sind als nur Haustiere.