Ückück liest hat Wie kann sie nur? von Sophie Passmann besprochen
Keine großen Lösungen, dafür Verständnis für Sorgen, die viele teilen
5 Sterne
Ich mag die öffentliche Seite, die Sophie Passmann von sich zeigt. Ich verfolge sie schon länger, sie hat sich in den letzten Jahren ziemlich verändert und das immer sehr offen mit dem Internet geteilt und auch wenn ich öfter nicht ihrer Meinung bin, mag ich ihre Beobachtungen und Analysen und diese geben mir oft einen neuen Blickwinkel. Sophies Podcasts und Bücher sind für mich oft eine Bereicherung, so auch "Wie kann sie nur?".
Mir ist klar, dass ich nicht wirklich die Zielgruppe des Buches bin, sondern irgendwie Sophie selbst oder zumindest Frauen, die ihr sehr ähnlich sind oder ähnliche Dinge konsumieren. Zwar bin ich in etwa so alt wie sie, uns trennen keine 2 Jahre, und ich stehe auch selbst als Frau in einer gewissen (freilich kleineren) Internnet-Öffentlichkeit, weshalb ich vieles sehr nachvollziehen kann, aber an anderen Stellen ist das Beschriebene aus der Social Media Hochglanzwelt von Instagram oder …
Ich mag die öffentliche Seite, die Sophie Passmann von sich zeigt. Ich verfolge sie schon länger, sie hat sich in den letzten Jahren ziemlich verändert und das immer sehr offen mit dem Internet geteilt und auch wenn ich öfter nicht ihrer Meinung bin, mag ich ihre Beobachtungen und Analysen und diese geben mir oft einen neuen Blickwinkel. Sophies Podcasts und Bücher sind für mich oft eine Bereicherung, so auch "Wie kann sie nur?".
Mir ist klar, dass ich nicht wirklich die Zielgruppe des Buches bin, sondern irgendwie Sophie selbst oder zumindest Frauen, die ihr sehr ähnlich sind oder ähnliche Dinge konsumieren. Zwar bin ich in etwa so alt wie sie, uns trennen keine 2 Jahre, und ich stehe auch selbst als Frau in einer gewissen (freilich kleineren) Internnet-Öffentlichkeit, weshalb ich vieles sehr nachvollziehen kann, aber an anderen Stellen ist das Beschriebene aus der Social Media Hochglanzwelt von Instagram oder TikTok, der Gossip aus der Modewelt oder alles zu It-Girls faszinierend fremd. Trotzdem oder gerade deshalb hat mir das Buch auf der einen Seite das Gefühl gegeben, mit gewissen Problemen nicht allein zu sein und auf der anderen Seite einen Blick in Gedanken und Problemfelder gegeben, über die ich von allein nie nachgedacht hätte. Wäre ich mehr die Zielgruppe, hätte das Buch vermutlich volle 5 Sterne von mir bekommen.
Und ja, dem Buch wird gerade in vielen Kritiken vorgeworfen, keine großen Lösungen zu bieten. "Wie kann sie nur das Buch beenden, bevor es richtig mit der Analyse los geht?". Ja wie kann sie nur? Vermutlich, weil es in dem Buch gar nicht um die Lösungen geht, sondern darum, ehrlich zu sagen, dass es keine einfachen Lösungen gibt, aber wir nicht allein in dem Schlamassel stecken. Es geht darum, nicht allein zu sein, um Girlhood eben, darum vom Girl zur Frau zu werden, es geht um die Warnehmung von außen und von innen und darum, dass es anderen ähnlich geht wie uns. Und dafür danke ich Sophie Passmann.